Friedrichshafen: VfB will Deutschen Meister zum vierten Mal knacken

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VfB will Deutschen Meister zum vierten Mal knacken

Dreimal jubelten die Häfler in dieser Saison schon über einen Sieg gegen die BR Volleys. Am Sonntag soll der vierte Streich gelingen.
Dreimal jubelten die Häfler in dieser Saison schon über einen Sieg gegen die BR Volleys. Am Sonntag soll der vierte Streich gelingen.
 (Foto:
Günter Kram
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Friedrichshafen sz Im abschließenden Spiel der Vorrunde in der Bundesliga treffen am Sonntag, 5. März (ab 14.30 Uhr, ZF-Arena) mit dem aktuellen Pokalsieger aus Friedrichshafen und dem amtierenden Meister aus Berlin die besten Volleyballmannschaften der Saison und vergangenen Jahre aufeinander. Der Sieger der Begegnung geht als Erster in die Play-offs und genießt bis in die Finalrunde im entscheidenden Spiel Heimrecht. Besonders Familien soll dieser Spieltermin am Sonntagnachmittag zugute kommen: Beim Kauf einer Familienkarte gibt es eine weitere Familienkarte für das Spiel geschenkt.

Um 7 Uhr morgens liegen Volleyballer im Normalfall im Bett. Vermutlich ist das sogar bei allen Profisportlern so – vor allem, wenn sie am Abend zuvor fünf Sätze in der Königsklasse des europäischen Volleyballs gehen mussten. Trotzdem, und trotz dem die Häfler Volleyballer gegen Paris den Einzug in die nächste Runde der CEV Champions League knapp verpassten, standen Spieler und Trainer am Donnerstagmorgen parat, um den Fans ihr Frühstück zu überreichen. „Wir überlegen immer, was wir im Verein tun können“, sagt Trainer Vital Heynen. „Einmal war es Bier, jetzt eben Frühstück. Wir wollen den Fans einfach etwas von ihrer tollen Unterstützung zurückgeben.“

Auf diese Unterstützung hofft die Heynen-Truppe auch am Sonntag, wenn die Häfler gegen Berlin Recycling Volleys um die Tabellenführung in der Volleyball-Bundesliga kämpfen. Sollte der VfB das Spiel für sich entscheiden, gehen die Häfler als Erste in die Play-offs und hätten in den Entscheidungsspielen jeweils das Heimrecht auf ihrer Seite. Sollte Berlin die Nase vorn haben, gilt dies für die Hauptstädter.

In dieser Saison ist es schon das vierte Aufeinandertreffen im „Duell der Giganten“. Den Supercup und das Hinspiel in der Liga konnten die Häfler mit 3:0 für sich entscheiden. Den einzigen Satzgewinn holte sich Berlin beim DVV-Pokalfinale Ende Januar in Mannheim, das ebenfalls der VfB für sich entschied. 3:0 in Spielen und 9:1 in Sätzen ist laut Vereinsvorschau ein beeindruckendes Ergebnis gegen den Meister, allerdings auch ein trügerisches. „Die Sätze waren sehr knapp“, sagt Heynen. „Auch wenn wir in den entscheidenden Momenten einfach den längeren Atem hatten. Von Glück möchte ich da auch nicht unbedingt nur sprechen.“

Auf dem Papier bleibt Berlin allerdings Favorit. Das erfahrene Starensemble muss gegen das junge Team vom Bodensee allerdings auf einen wichtigen Pfeiler verzichten. Außenangreifer Steven Marshall fällt verletzt aus, zuletzt war dies vor allem in der Champions League gegen Civitanova beim 0:3 deutlich zu spüren. Den Auftritt seiner Truppe in Italien kommentierte BRV-Manager Kaweh Niroomand laut Berliner Zeitung als „fast schon peinlich“. Von einer „Katastrophensaison“, die er „hinter sich bringen will“ wird Berlins Chef weiter zitiert.

Vor allem in der Annahme konnte man zuletzt bei den Berlinern das ein oder andere Problem entdecken, das aber vor allem Libero Luke Perry in den Griff bekommen möchte. Der junge Australier stand vergangenes Jahr noch im Aufgebot der Häfler und kehrt zum letzten Saisonspiel der Normalrunde an den Bodensee zurück. „Wir sind ein heimstarkes Team. Und diesen Vorteil wollen wir so oft wie möglich nutzen. Deshalb brauchen wir auch am Sonntag die volle Unterstützung unserer Fans“, so Heynen.

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