Friedrichshafen: VfB muss weiter auf den Viertelfinalgegner warten

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Christian Schyma
VfB muss weiter auf den Viertelfinalgegner warten
Die Volleyballprofis des VfB Friedrichshafen (rechts) starten am Samstagabend, 18. März, in die Play-offs um die deutsche Meisterschaft. Wer genau der Gegner sein wird, entscheidet sich am Mittwochabend zwischen den Netzhoppers KW und dem TV Rottenburg.
Die Volleyballprofis des VfB Friedrichshafen (rechts) starten am Samstagabend, 18. März, in die Play-offs um die deutsche Meisterschaft. Wer genau der Gegner sein wird, entscheidet sich am Mittwochabend zwischen den Netzhoppers KW und dem TV Rottenburg.
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Friedrichshafen sz Volleyball-Bundesligist VfB Friedrichshafen muss noch bis Mittwochabend auf seinen Gegner im Play-off-Viertelfinale warten: Der wird nämlich erst im Entscheidungsspiel zwischen den Netzhoppers KW und dem TV Rottenburg ermittelt. Der TVR gewann das zweite Duell gegen das Team aus Brandenburg am Samstag mit 3:0 und konnte damit, nach dem 1:3 im Hinspiel, ausgleichen. Im zweiten Pre-Play-off setzte sich der TV Bühl gegen die Solingen Volleys nach dem 3:0 vor heimischer Kulisse nun auch auswärts mit 3:1 durch und trifft nun auf die Berlin Recycling Volleys. Die übrigen Viertefinalspiele: United Volleys Rhein/Main gegen den TSV Herrsching und Powervolleys Düren gegen die SVG Lüneburg.

Wegen der großen Verletzungssorgen, zuletzt fiel auch noch Diagonalanreifer Felix Orthmann aus, hatten die Verantworlichen des TV Bühl kurzerhand vier Akteure der zweiten Mannschaft und der U18 in den Bundesliga-Kader hochgezogen: Den erst 16-jährigen Diagonalangreifer Robin Stolle, Außenangreifer Andaç Tümkaya, Zuspieler Philipp Oster und Mittelblocker Pascal Bäuerle (alle 17 Jahre). Nach dem glatten 3:0 im Schwarzwald waren die „Bisons“ auch im Rückspiel in Solingen die klar bessere Mannschaft: Mit dem 3:1 (25:21, 25:22, 20:25, 25:15) sicherten sich die Schützlinge von Bühls Trainer Ruben Wolochin den Einzug ins Viertelfinale. In der Hauptrunde hatte der Aufsteiger den Favoriten aus Bühl noch überraschen können. Doch ohne den wegen einer Virus-Erkrankung erneut zum Zuschauen verurteilten Kapitän Oliver Gies sowie Routinier Huib den Boer, den eine Wadenverletzung aus dem ersten Spiel außer Gefecht setzte, standen die Volleys von Beginn an auf verlorenem Posten. Das Team aus dem Bergischen Land leistete sich zu viele Fehler speziell in Annahme und Aufschlag. Auch die spätere Einwechslung von den Boer sorgte lediglich im dritten Durchgang für leichte Besserung, von seinen Pässen profitierte Christoph Marks. Am Ende aber jubelten die Gäste mitsamt ihres 30-köpfigen Fanclubs: Eine bis dato enttäuschende Saison kann doch noch zu einem positiven Abschluss gebracht werden – auch wenn der amtierende Meister BR Volleys ein übermächtiger Gegner sein dürften. Für die Solingen Volleys geht es verdientermaßen in die Abstiegsrunde.

In die „Verlängerung“ geht das Duell zwischen den Netzhoppers und dem TV Rottenburg – nach einer „ziemlich schlechten Vorstellung“, wie auf der Homepage der Netzhoppers nach dem 0:3 in Rottenburg zu lesen war. Mirko Culic, Trainer der Netzhoppers, war dementsprechend angefressen: „Wir haben in der Annahme und im Angriff nicht die Leistung abgerufen, zu der wir eigentlich in der Lage sind.“ Die Hiobsbotschaft hatte es schon vor der Abfahrt nach Rottenburg gegeben: Kapitän Björn Andrae fiel verletzungsbedingt aus. „Natürlich hat sich das Fehlen von Björn bemerkbar gemacht“, sagte Culic, „und auch Kamil Ratajczak und Taylor Hammond sind noch nicht wieder in Topform. Die ganze Mannschaft hat unter ihren Möglichkeiten gespielt.“ Vor allem im dritten Durchgang lief überhaupt nichts mehr zusammen. „Wir haben am Mittwoch die Möglichkeit, aus eigener Kraft den Playoff-Einzug zu schaffen. Dafür muss das Team aber ein weiteres Mal an seine Leistungsgrenze gehen“, so Culic.

Derweil geht der TSV Herrsching ungewöhnliche Wege: Das „Heimspiel“ im Viertelfinale gegen die United Volleys am 22. März wird in Innsbruck ausgetragen. Ein absolutes Novum, denn zum ersten Mal überhaupt steigt ein Play-off-Spiel auf ausländischem Boden. „Die Arena in Innsbruck entspricht den Statuten“, so VBL-Pressesprecher Frank Bleydorn. „Dort zu spielen, ist eine innovative Idee. Und wir hoffen, dass sich dieser Schritt für das Team auszahlt.“

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