Laichingen: Trotz grippalem Infekt fährt Alina Reh zur Cross-EM

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Trotz grippalem Infekt fährt Alina Reh zur Cross-EM
Bei der Cross-EM 2015 in Hyères (Frankreich) holte Alina Reh (li.) im Team Bronze und im Einzel sogar Gold. Konkurrentin und Freundin Konstanze Klosterhalfen (2. v. re.) war damals auch schon dabei.
Bei der Cross-EM 2015 in Hyères (Frankreich) holte Alina Reh (li.) im Team Bronze und im Einzel sogar Gold. Konkurrentin und Freundin Konstanze Klosterhalfen (2. v. re.) war damals auch schon dabei.
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Laichingen sz Erst am späten Mittwochabend fiel die endgültige Entscheidung: Alina Reh wird für die U23 bei der Cross-EM in Samorin (Slowakei) an den Start gehen. Dass das überhaupt zur Debatte stand, hatte die gebürtige Laichingerin einem grippalem Infekt zu verdanken.

Denn noch am Montag lag die Läuferin des SSV Ulm 1846 komplett flach. Nach einem leichten Lauf am Dienstag und einem Belastungstest am Mittwoch stand dann jedoch fest, dass sie am Freitag die Reise in die Slowakei antreten wird. Dort wird die 20-Jährige trotz ihres gesundheitlichen Rückschlags weiterhin als Favoritin für eine Medaille gehandelt.

U20-Europameisterin ist Reh schon

U20-Europameisterin mit der deutschen Crosslauf-Mannschaft war Alina Reh bereits. Am Sonntag will sie mit dem deutschen U23-Team auf dem anspruchsvollen Kurs auf der Galopprennbahn von Samorin wieder nach einer Medaille greifen. Denn neben der WM-Starterin über 5000 Meter zählen die starke 1500-Meter-Spezialistin Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) sowie die Cross-EM-Zweite des Vorjahrs, Anna Gehring (SV Itzehoe), zum deutschen Quartett. Einen deutschen Team-Sieg bei den U23-Läuferinnen – die schnellsten drei Athleten einer Nation kommen in die Wertung – gab es in der Geschichte der Cross-EM übrigens genauso wie Einzel-Gold noch nie.

Reh hofft, bis zum Start fit zu sein

Wenn um 9.55 Uhr der Startschuss zum U23-Rennen fällt, zählt Reh auch im Einzel zu den Mitfavoritinnen. Schließlich hat sie ihre Top-Form erst vor wenigen Tagen mit dem Sieg beim Darmstadt-Cross vor Konstanze Klosterhalfen unter Beweis gestellt. Die Streckenlänge von knapp 6,3 Kilometern könnte dabei dem ausdauerstarken Schützling von Trainer Jürgen Austin-Kerl entgegenkommen. „Wir möchten im Team um die Medaillen laufen, wenn’s geht um die goldene“, so Alina Reh, die natürlich hofft, bis dahin wieder hundertprozentig fit zu sein.

Die Veranstalter haben den Pferdeparcours extra für die Cross-EM „aufgepeppt“. Auf der viermal zu durchlaufenden langen Runde müssen die Starterinnen drei künstliche Hindernisse, einen Sprung ins Wasser, einen 80 Meter langen Sandabschnitt sowie kleine, aber dafür steile Anstiege meistern. „Konstanze läuft auf Weltniveau. Sie wird auf jeden Fall zu beachten sein“, so Reh. Dasselbe wird Klosterhalfen vermutlich auch über die Laichingerin sagen.

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