Ravensburg: TSB-Handballer vor entscheidendem Saisonspiel

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TSB-Handballer vor entscheidendem Saisonspiel

Mit einem Sieg gegen den HC Lustenau können sich die Handballer des TSB Ravensburg (Philipp Schockenhoff, hier gegen Söflingens Oliver Schanzel) die Meisterschaft in der Bezirksliga sichern.
Mit einem Sieg gegen den HC Lustenau können sich die Handballer des TSB Ravensburg (Philipp Schockenhoff, hier gegen Söflingens Oliver Schanzel) die Meisterschaft in der Bezirksliga sichern.
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Derek Schuh
)

Ravensburg tk Gewinnen die Ravensburg Rams am Samstagabend ihr Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellenzweiten HC Lustenau, dann steigen die TSB-Handballer in die Landesliga auf. Das entscheidende Saisonspiel in der Bezirksliga beginnt um 18.15 Uhr in der Kuppelnauhalle.

Sowohl der TSB Ravensburg als auch der HC Lustenau haben nach 20 von 22 Saisonspielen 31:9 Punkte. Dank des gewonnen Hinspiels stehen die Rams auf Platz eins, die Österreicher auf Platz zwei. Das Hinspiel in Vorarlberg gewann Ravensburg mit 31:27. „Wir haben keinen Grund, uns nicht mindestens auf Augenhöhe mit Lustenau zu sehen“, sagt Günter Niederer selbstbewusst. Der Sportliche Leiter der TSB-Handballer ist zwar eigenen Aussagen zufolge „freudig angespannt“, Niederer glaubt aber auch: „Wenn wir unser Potenzial abrufen, dann machen wir das Ding klar.“

Starker Lauf beider Teams

Die Ravensburger sind mit zwei Siegen und drei Niederlagen (gegen Weingarten, Blaustein II und Bregenz Handball II) durchwachsen in die Saison gestartet, doch dann lief es bei den Rams immer besser. Es folgten nur noch das Unentschieden in Söflingen sowie die klare Pleite in Bregenz. „Das hat eigentlich keiner erwartet“, meint Niederer zur starken Saison. „Jetzt wollen wir den Sack natürlich zumachen.“ Sollten die Rams das Heimspiel gegen Lustenau gewinnen, wären sie nicht mehr von Platz eins zu verdrängen, da sie dann den direkten Vergleich gegen die Österreicher gewonnen hätten. Am letzten Spieltag am Samstag, 29. April, fahren die Ravensburger noch zur TSG Ehingen, Lustenau bekommt es auswärts mit dem TSV Blaustein II zu tun.

In der Kuppelnauhalle stehen sich am Samstag die beste Defensive – Ravensburg hat nur 428 Gegentore kassiert – und die beste Offensive gegenüber. Lustenau (612 Tore) warf fast 90 Tore mehr als die Rams (523), die Vorarlberger kassierten jedoch auch fast 100 Treffer (524) mehr. „Wir haben die besseren Torhüter“, sagt Niederer. „Wichtig wird sein, dass unsere Verteidigung gut steht.“ Lustenau spielt einen schnellen Handball. „Wenn wir ihre erste Welle unterbinden, dann wird es schwer für Lustenau“, meint Niederer.

Viele Fans werden erwartet

Genau wie die Rams zeigten sich auch die Lustenauer in den vergangenen Wochen in starker Form. Nach der Heimniederlage gegen Ravensburg gewann der HCL die folgenden elf Spiele – darunter waren überzeugende Siege wie das 33:24 in Bregenz sowie das 31:22 gegen Ehingen. Doch auch der TSB gewann nach dem Hinspiel in Lustenau elf der zwölf Partien. Trainer Levente Farkas ließ seine Mannschaft sogar an Karfreitag trainieren. „Die Stimmung ist gut, alle sind konzentriert“, sagt Niederer. Weil jeder gegen Lustenau spielen wolle, sei der Einsatz im Training groß. Verzichten müssen die Rams jedoch auf den langzeitverletzten Dominik Hensel (Schulter-Operation) sowie auf den privat verhinderten Ole Gohmann.

Die Gäste aus Österreich haben sich mit rund 70 bis 100 Fans angekündigt – die Stimmung in der Kuppelnauhalle wird also gut sein. „Das hat schon was von Relegationsatmosphäre“, freut sich Niederer. Die Relegation, die der Tabellenzweite bestreiten darf, wollen die Ravensburger aber vermeiden, sie wollen direkt aufsteigen. Die Kuppelnauhalle öffnet um 16.30 Uhr, der Eintritt kostet drei Euro.

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