Ravensburg: Schleenbecker sammelt weiter Medaillen

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Schleenbecker sammelt weiter Medaillen

Ravensburg sz Bei den Sportweltspielen der Medizin- und Gesundheitsberufe in Marseille haben zwei Zahnärzte aus Oberschwaben abgeräumt. Klaus Mündel aus Weingarten holte bei der Ärzte-Weltmeisterschaft in der Provence zwei Silbermedaillen, Frank Schleenbecker aus Berg gewann drei Goldmedaillen, wurde zweimal Vizeweltmeister und einmal Dritter.

Die WM in Südfrankreich war die 38. Ausgabe der Sportweltspiele der Medizin und Gesundheit. Die Hafenstadt Marseille war erstmals Gastgeber der sportbegeisterten Gesundheitsberufe und als europäische Sporthauptstadt 2017 geradezu prädestiniert, gute Voraussetzungen für die 26 Sportarten anbieten zu können. 40 Nationen von Japan über Chile bis hin zu Kanada prägten das Bild der Eröffnungsfeier an der Strandpromenade. Der Eid, ähnlich den Olympischen Spielen, wurde in fünf Sprachen vorgetragen. Für die deutschsprachigen Teilnehmer appellierte der Berger Zahnarzt Frank Schleenbecker an die Fairness. Auch in beruflicher Hinsicht war die Ärzte-WM interessant, denn beim Symposium trafen die europäischen Mediziner etwa auf afrikanische Fachkräfte oder iranische Experten.

Zweimal Silber für Mündel

Mehr als 1500 Teilnehmer suchten neben dem fachlichen Austausch in verschiedenen Alterskategorien ihre besten Sportler. In den Sprintdisziplinen erzielte Klaus Mündel aus Weingarten starke Ergebnisse in der Altersklasse 45 bis 55. Mit der schnellsten Vorlaufzeit von 13,04 Sekunden galt Mündel als Topfavorit im 100-Meter-Sprint. Im Endlauf bei schwierigen Witterungsbedingungen hatte ein italienischer Sprinter allerdings die Nase vorn. In 13,09 Sekunden hielt der Weingartener jedoch den starken polnischen Läufer auf Distanz holte sich die Silbermedaille. Ebenso Rang zwei gab es für Mündel über die 200 Meter in 26,31 Sekunden. Auf dem Treppchen war der LG-Welfen-Athlet hierbei umrahmt von italienischen Sprintern.

In der gleichen Altersklasse trat sein Berufskollege Frank Schleenbecker aus Berg an. Der Handballer des TSB Ravensburg hatte sein Augenmerk aber eher auf Wurfdisziplinen gelegt und vertrat die deutschen Farben im zahnarzt-untypischen Gewichtheben, Kugelstoßen, Speer- und Diskuswerfen sowie im Hammerwerfen und Pistolenschießen. Nach einem fünfstündigen Wettkampf freute sich Schleenbecker im Gewichtdreikampf über die Bronzemedaille. Noch am gleichen Tag stand das Kugelstoßen an, wo im Stade de Luminy gute 12,38 Meter für den ersten Platz und den WM-Titel reichten. Es folgte am nächsten Wettkampftag eine weitere Goldmedaille im Speerwerfen. 28,51 Meter reichten im Diskuswerfen für die Silbermedaille. Gegen Ende des Wettkampfs der Sportschützen erschien der Silbermedaillen-Gewinner von Rio de Janeiro und nahm die Siegerehrung vor – mit 355 Ringen wurde Schleenbecker Zweiter.

Spannend ging es im Hammerwerfen zu. Mit 25,11 Metern im ersten Versuch setzte der Zahnarzt und Heilpraktiker ein Zeichen. Doch die Konkurrenz, insbesondere aus Italien und der Türkei, rückte dem Ravensburger auf die Pelle. Doch mit drei weiteren Würfen über die 25-Meter-Marke bestätigte Schleenbecker seinen ersten Versuch, entschied die Konkurrenz schlussendlich für sich und sicherte sich damit seine dritte Goldmedaille.

Die deutschen Teilnehmer holten bei der Ärzte-WM in Marseille 18 Gold-, 23 Silber- und elf Bronzemedaillen. Weitere Informationen und Bilder gibt es im Internet unter:

www.sportweltspiele.de

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