Bad Saulgau: Sameisla fordert bessere Defensivarbeit

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und Benjamin Schwärzler
Sameisla fordert bessere Defensivarbeit

Verlieren verboten heißt die Devise für Uttenweiler am Sonntag.
Verlieren verboten heißt die Devise für Uttenweiler am Sonntag.
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Uttenweiler sz Nach der 3:4-Niederlage zu Hause im Nachholspiel gegen den SV Weingarten am Mittwochabend gibt es für den SV Uttenweiler in den verbleibenden drei Spielen nur noch Endspiele. Folge eins geht am Sonntag, ab 15 Uhr, beim SV Maierhöfen-Grünenbach auf Sendung. Im Grunde genommen ist es die „Mutter aller Endspiele“, denn der Tabellenzwölfte SV Uttenweiler, derzeit auf dem Relegationsrang rangierend, tritt beim direkten Verfolger SV Maierhöfen-Grünenbach an. Verliert Uttenweiler, tauschen die Mannschaften die Plätze.

Dabei hat sich die personelle Situation beim SV Uttenweiler weiter verschlechtert. Bei Alexander Bux ist die alte Sprunggelenksverletzung wieder aufgebrochen. „Ein Einsatz ist eher unwahrscheinlich“, so Christian Sameisla am Freitag. Im Abschlusstraining galt es für Sameisla Seelenmassage zu betreiben, nach der Niederlage gegen Weingarten. „Wir waren chancenlos, zumindest in der ersten Halbzeit. Da haben wir uns teilweise haarsträubende Fehler geleistet. Da hat es an Einsatz und Willen, die man im Abstiegskampf an den Tag legen muss, gefehlt. Das muss ganz anders werden.“

Vor allem die Arbeit in der Defensive müsse wieder besser werden. „Da müssen wir an die Spiele anknüpfen, in denen wir richtig gut gespielt haben“, sagt Sameisla und spricht die starke Phase kurz nach der Winterpause an, in der der SV Uttenweiler 14 Punkte holte und sich aus dem Tabellenkeller verabschiedete, zwischenzeitlich sogar bis auf Platz zehn kletterte. Doch die jüngsten Niederlagen haben die Ernüchterung einkehren lassen.

So gilt es am Sonntag zunächst einmal im Allgäu gut zu stehen. „Trotzdem werden wir keinen Beton anrühren. Wenn du sechs, sieben Spieler auf dem Platz hast, die eigentlich Offensivspieler sind, wäre das die falsche Taktik“, sagt Sameisla. „Für uns gilt es, nach vorne zu schauen. Die Mannschaft glaubt an sich, dass es funktionieren kann“, fordert er seine Spieler.

Ein Do-or-die Spiel, Marke friss oder stirb, ist die Partie auch für Maierhöfen, denn bei einem Sieg winkt der Relegationsplatz. „Dann hätten wir es wieder in der eigenen Hand“, stellt Trainer Alexander Odemer fest. Zuletzt hatte Maierhöfen in Kehlen aus einem 1:3 ein 3:3 gemacht. „Das war wieder was für den Kopf. Aber wir wissen, dass wir über 90 Minuten schlecht gespielt haben. Wir haben viel vermissen lassen, was im Abstiegskampf wichtig ist, zum Beispiel das Zweikampfverhalten. Aber die Einstellung und der Wille haben gestimmt“, sagt Odemer.

Beim Gastgeber sind zwar immernoch einige Spieler angeschlagen, aber mit seinem Sohn Sebastian, Patrick Zeh, Tobias Wegmann und Adrian Kuhn hatte Odemer in Kehlen vier gute Optionen, die letztlich den entscheidenden Schub brachten. Vor allem Kuhn erhält Lob: „Obwohl er noch jung ist, ist er einer der Erfahrensten. Er ist sehr flexibel einsatzbar. Ob Innenverteidiger, rechts hinten oder im Mittelfeld – er weiß immer, was er spielen muss“, sagt Odemer.

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