Pfullendorf: SCP trifft auf einen entspannten Gegner

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SCP trifft auf einen entspannten Gegner

Kaltschnäuziger muss der SC Pfullendorf (rechts: Patric Scherer) noch werden.
Kaltschnäuziger muss der SC Pfullendorf (rechts: Patric Scherer) noch werden.
 (Foto:
Archiv- Karl-Heinz Bodon
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Pfullendorf sz/mac Ein weiteres von noch sechs Endspielen steht für den SC Pfullendorf in der Fußball-Verbandsliga Südbaden am heutigen Samstag (15.30 Uhr) an. Die Linzgauer wissen, dass die Partie in Bad Dürrheim so etwas wie die erste letzte Chance ist. Ein Unentschieden beim bereits geretteten FC Bad Dürrheim wäre deshalb zu wenig. Es müssen drei Punkte her. Wegen der Schneefälle unter der Woche und des deshalb mitgenommenen Platzes wurde die Partie in Bad Dürrheim auf den Kunstrasen verlegt.

In sieben Spielen nach der Winterpause musste sich die Konrad-Elf nur zweimal geschlagen geben, gewann aber auch nur das Spiel in Endingen. Punkteteilungen wie zuletzt in Kuppenheim oder zu Hause gegen Stadelhofen (beide Spiele endeten 1:1) bringen die Mannschaft von Trainer Marco Konrad nicht weiter. Und da auch die Konkurrenz regelmäßig und mehrfach punktet, hat der SCP trotz des vermeintlich einfachen Restprogramms derzeit schlechte Karten. Der Abstieg von Solvay Freiburg ist mittlerweile besiegelt, der des FC Waldkirch so gut wie. Gesucht werden zwei weitere Absteiger in die Landesliga.

Lob für Lukas Stützle

„Meine Spieler gehen selbstkritisch mit der Situation um“, stellt SCP-Trainer Marco Konrad fest. Er ist weiter zuversichtlich: „Ich sehe im Training und in den Spielen nach wie vor eine junge Mannschaft, die mit Charakter an die kommenden Aufgaben rangeht. Das Quäntchen Glück fehlt leider in den vergangenen Wochen. Das müssen wir uns wieder hart erarbeiten“, sagt der Coach. „Aber ich glaube, dass der Dreier nur eine Frage der Zeit ist. Irgendwann ist der Dreier fällig“, gibt Konrad die Hoffnung nicht auf. „Ich glaube schon, dass die Mannschaft mit dem Druck umgehen kann. Aber wir müssen halt auch sehen, dass wir eine enorm junge Mannschaft haben. Da muss sich erst diejenigen herauskristallisieren, die eine Mannschaft führen und auch mal das Kommando geben. Da ist jeder Spieler gefordert.“ Ein dickes Lob verteilt er indes an den Hohentengener in SCP-Diensten, Lukas Stützle. „Lukas zeigt eine enorme Bereitschaft, er ist ein Spieler, dem ich eine tragende Rolle zutraue. Er hat seine Verletzung sehr gut weggesteckt, hat eine gute Wintervorbereitung gehabt. Die Tore, die er erzielt hat zuletzt hat er sich redlich verdient und sich auch erarbeitet mit seiner Kraft. Mit seiner unbekümmerten, offenen Art tut er uns gut. Ich bin froh, dass er für uns spielt.“

Beinahe unbekümmert auftreten darf auch der FC Bad Dürrheim, der ebenfalls lange abstiegsbedroht war, dann aber seine Hausaufgaben zuverlässig erledigte. Bad Dürrheims Trainer Reiner Scheu war Mitte der Neunziger selbst drei Jahre lang Cheftrainer im Tiefental, holte mit dem SCP die letzte Verbandsligameisterschaft 1995 und coachte den SCP zwei Jahre erfolgreich in der Oberliga. Er belegte mit der Mannschaft damals die Ränge fünf und sechs. Mit den Kurstädtern rangiert er derzeit auf Rang neun, elf Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. Seinem Ex-Verein wird aber wohl auch er keine nachträglichen Ostergeschenke machen. Konrad glaubt: „Bad Dürrheim ist durch und kann befreit aufspielen. Darin liegt die Gefährlichkeit des Gegners, der ohne Druck spielen kann“, sagt Marco Konrad.

Personell geht es beim Sportclub weiterhin eng zu. Alessandro Sautter muss nach seinem Platzverweis in Kuppenheim noch ein Spiel absitzen. Heiko Behr, Pierre Berger fallen mit Knieverletzungen weiter aus. Bei Julius Frank wurde ein Kreuzbandriss diagnostiziert, auch Benjamin Mayer hat weiterhin mit den Nachwirkungen derselben Verletzung zu kämpfen. Patrick Arndt musste zuletzt mit Sprunggelenksprobleme aussetzen. Nach abgebrummter Gelb-Rot-Sperre kehrt dagegen Jonas Vogler am Samstag wohl direkt in die Startformation zurück. „Ein Fragezeichen steht noch hinter Banjaim Sturm. Da muss man sehen, ob es geht“, sagt Konrad. „Die Mannschaft stellt sich quasi von selbst auf. Aber diese Probleme kennen wir ja.“

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