Laichingen: Neue Bestzeit und eine Medaille

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Neue Bestzeit und eine Medaille
Die Laichingerin Alina Reh (SSV Ulm 1846) nach ihrem Silberlauf in Bydgoszcz (Polen).
Die Laichingerin Alina Reh (SSV Ulm 1846) nach ihrem Silberlauf in Bydgoszcz (Polen).
 (Foto:
Kai Peters
)

Bydgoszcz sibe Alina Reh aus Laichingen ist Vize-Europameisterin der Altersklasse U 23 über 5000 Meter (wir berichteten kurz). Die Läuferin vom SSV Ulm 1846 sicherte sich am Sonntag im polnischen Bydgoszcz mit neuer Bestzeit von 15:10,57 Minuten die Silbermedaille.

Das Rennen entwickelte sich zu einer Drei-Klassen-Gesellschaft. Schnell lag Yasemin Can uneinholbar in Front. Die Türkin mit kenianischen Wurzeln hatte zwei Tage zuvor bereits die 10 000 Meter für sich entschieden, auf der halben Distanz holte sie mit Meisterschaftsrekord von 15:01,67 Minuten das zweite Gold dieser Titelkämpfe. Dahinter machte Alina Reh das, was sie am besten kann: Tempo. An ihre Fersen hefteten sich die Schwedin Sarah Lahti und die Türkin Emine Hatun Tuna. Alle weiteren Läuferinnen hatten am Ende 300 Meter und mehr Rückstand auf das Top-Quartett. Erst musste Tuna abreißen lassen, auf der letzten Runde schließlich auch die später drittplatzierte Lahti.

Alina Reh belohnte sich selbst für zwölf Runden Führungsarbeit mit ihrer fünften internationalen Einzel-Medaille und einer neuen Bestzeit. Nur sieben deutsche Frauen sind jemals schneller gelaufen als die 20 Jahre junge Ulmerin, die sechs Sekunden unter ihrem bisherigen Hausrekord blieb. „Die letzten Trainingseinheiten haben gezeigt, dass ich wieder richtig fit bin. Silber ist super, weil es einfach das Optimum war“, jubelte die Laichingerin.

Jürgen Austin-Kerl, der Trainer von Alina Reh, hatte schon am Vortag mit einem guten Rennen seines Schützlings gerechnet. „Alinas Muskelprobleme sind überwunden. Sie hat wieder einen richtig guten Schritt und war im Vorfeld fokussiert wie nie“, sagte der ehemalige Langstreckenläufer. Er sollte mit seinem Eindruck recht behalten. Alina Reh zeigte das wohl bis dato beste Rennen ihrer Karriere und belohnte sich mit ihrer nächsten internationalen Medaille.

Schmerzen waren zu groß

Für Tim Nowak war der Zehnkampf früh beendet. Der Ulmer kam über 100 Meter in 11,38 Sekunden ins Ziel und verletzte sich in diesem Rennen. Sein Trainer Christopher Hallmann schilderte das Problem: „Tim hat bei 50 Metern einen Stich in der Rückseite des Oberschenkels gespürt.“ Zum Weitsprung konnte Nowak nicht mehr antreten, die Schmerzen waren zu groß. Europameisterschaften in der Altersklasse U 23 stehen also für ihn offensichtlich unter keinem guten Stern. Vor zwei Jahren im estländischen Tallinn brachten drei ungültige Versuche im Diskuswurf Nowak um eine Top-Platzierung.

Für einen seiner Vereinskollegen lief es ebenfalls nicht nach Wunsch. Manuel Eitel war über 100 Meter im Halbfinale ausgeschieden, für die Staffel wurde der Ulmer dann nicht mehr nominiert. Ohne ihn lief das deutsche Quartett zeitgleich mit Großbritannien zu Gold.

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