Friedrichshafen: Kommentar: „Was wird hier gespielt?“

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Kommentar: „Was wird hier gespielt?“

Thomas Schlichte
Thomas Schlichte
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Friedrichshafen sz Das ist eine gute Frage, zu der man noch ein „Und vor allem wann?“ hinzufügen könnte. Denn das, was den Bezirksliga-Handballerinnen des TV Kressbronn und der TSG Ailingen am Donnerstag passiert ist, ist wohl einmalig im Handballsport. Da schickt die zuständige Stelle beim Handballverband Württemberg (HVW) an beide Vereine am Donnerstag zur Mittagszeit eine E-Mail, dass dem Verlegungsantrag nicht stattgegeben wird, da dieser „zu spät eingereicht“ worden sei. Seltsam nur, dass sich beide Teams bereits Anfang Januar darauf verständigt hatten, das Derby im Bezirkspokal vom 11. auf den 18. Januar zu verlegen und dies dem Verband kundtaten. Beiden Vereinen somit rund sechs Stunden vor dem eigentlich geplanten Termin zu kommunizieren, dass nun doch gespielt werden muss, ist ein unzumutbarer Zustand – für Amateurspielerinnen, die nur ihrem Hobby nachgehen. Dass der HVW zudem auf seiner Website noch am Freitagnachmittag die Partie für „abgesetzt“ erklärt, sorgt für zusätzliches Stirnrunzeln. Ganz zu schweigen davon, dass kein Schiedsrichter zum Spiel auftauchte. Der eingesprungene Ersatzmann hat das – den Umständen entsprechend – sehr gut gelöst. Wenn der Verband will, dass gespielt wird, muss auch ein Unparteiischer eingeteilt und die Ansetzung richtig kommuniziert werden. Ansonsten vergrault man Fans und Teams gleichermaßen.

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