Ravensburg: FV Ravensburg sucht den Linksverteidiger

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FV Ravensburg sucht den Linksverteidiger
Steffen Wohlfarth (Mitte, gegen Sandhausens Luca Stellwagen und Etienne Stadler) trifft mit dem FV Ravensburg auf Pforzheim.
Steffen Wohlfarth (Mitte, gegen Sandhausens Luca Stellwagen und Etienne Stadler) trifft mit dem FV Ravensburg auf Pforzheim.
 (Foto:
Thorsten Kern
)

Ravensburg tk Wer ersetzt den verletzten Jascha Fiesel und den gesperrten Daniel Hörtkorn als Linksverteidiger? Das ist in dieser Woche eine spannende Frage beim Fußball-Oberligisten FV Ravensburg. Am Samstag um 15.30 Uhr spielt der FV im Stadion im Wiesental gegen den 1. CfR Pforzheim.

Der 1. Club für Rasenspiele, so der volle Vereinsname der Pforzheimer, galt vor der Saison als einer der Anwärter auf die Plätze in der ganz vorderen Tabellenregion. Für manche waren die Pforzheimer sogar der Meisterschaftsfavorit. Nach zehn Spieltagen in der fünfthöchsten Liga sieht die Lage beim 1. CfR allerdings deutlich weniger rosig aus als gedacht. Nach nur zwei Siegen und mit acht Punkten stehen die Badener lediglich auf Platz 15. „Wir hatten in den letzten Spielen aber auch jede Menge Pech“, sagt Trainer Adis Herceg laut „Pforzheimer Zeitung“.

Dazu kommen große Verletzungsprobleme. Deutlich wird die Misere des 1. CfR an der Personalie Kushtrim Lushtaku. Der 28-jährige Kosovare wurde gerade erst von den Pforzheimern nachverpflichtet. Doch im Training verletzte sich Lushtaku, der beim TSV 1850 München schon einmal einen Profivertrag unterschrieben hatte und auch bei Fortuna Köln und Eintracht Trier spielte, und fällt nun laut „Pforzheimer Zeitung“ mehrere Wochen aus.

Mähr kehrt in Startelf zurück

Beim FV fallen jedoch ebenfalls wichtige Spieler aus. Jascha Fiesel muss nach seiner Knieverletzung rund sechs Wochen aussetzen, Philipp Altmann ist nach seiner Gelb-Roten Karte in Neckarsulm für eine Partie gesperrt. Daniel Hörtkorn flog bei der 1:4-Auswärtsniederlage des FV mit glatt Rot vom Feld und muss nun zwei Spiele zuschauen. Im Training galt es daher für Ravensburgs Trainer Wolfram Eitel, einen neuen Linksverteidiger zu finden. Es wird auf Felix Schäch oder Thomas Zimmermann hinauslaufen. „Das wird eine Bauchentscheidung“, sagt Eitel, der noch die beiden Trainingseinheiten abwarten wollte. Altmanns Platz in der Innenverteidigung nimmt Sebastian Mähr ein – zweiter Innenverteidiger bleibt Felix Hörger. „Ich will nicht alles in der Defensive über den Haufen werfen“, meint Eitel. Ein Kandidat für links hinten ist der Zugang aus Ulm nicht. „Hörger ist mit seiner Passsicherheit und seinem Stellungsspiel zu wertvoll, er ist kein Außenverteidiger.“

Rahman Soyudogru hat sich an den Bauchmuskeln verletzt und fällt wohl aus, Robert Henning trainierte nach einer Grippe erst am Donnerstag wieder mit. Dafür ist Moritz Jeggle nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder zurück im Mannschaftstraining. Den kommenden Gegner unterschätzt Eitel trotz der Tabellensituation nicht. „Sie sind individuell stark, aber ein Umbruch braucht eben Zeit. An ihrem Beispiel sieht man, wie schnell es in der Oberliga gehen kann.“ Seine Spieler sollen am Samstag selbstbewusst in die Partie gehen. „Es liegt an uns, wie gefährlich Pforzheim wird“, sagt Eitel. „Wir wollen uns den Frust von Neckarsulm von der Seele schießen.“

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