Lindau: EV Lindau Islanders verpassen die Meisterrunde

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EV Lindau Islanders verpassen die Meisterrunde

Trotz des Erfolgs beim TEV Miesbach verpassen die Islanders die Play-off-Teilnahme.
Trotz des Erfolgs beim TEV Miesbach verpassen die Islanders die Play-off-Teilnahme.
 (Foto:
Reiner Roither
)

Lindau ec Aus der Traum für die EV Lindau Islanders: Zwar gewannen die Lindauer am Freitagabend beim TEV Miesbach am deutlich mit 6:2. Da jedoch der direkte Konkurrent Blue Devils Weiden überraschend in Deggendorf mit 6:3 siegte, haben die Islanders keine Chance mehr, den achten Platz zu erreichen und kämpfen ab kommenden Freitag, 19. Januar, in der Verzahnungsrunde um den Klassenerhalt in der Eishockey-Oberliga Süd weiter.

So sehr sich die Islanders auch bemühten und die Partie nach einem frühen Rückstand in der zweiten Minute drehten, so deprimierend war die Kunde der Zwischenergebnisse aus Deggendorf. Nicht wenige wunderten sich darüber, wie sehr sich der Favorit von Weiden auf eigenem Eis abschlachten ließ (nach zwei Dritteln stand es 1:6), Verschwörungstheorien erteilte EVL- Präsident Marc Hindelang aber eine Absage. „Wer auf die Hilfe anderer angewiesen ist, hat sich das selbst zuzuschreiben. Platz neun ist nichts anderes als das Resultat unserer eigenen Leistungen. Und die waren speziell gegen die direkten Konkurrenten Weiden und Sonthofen mit sieben Niederlagen nicht gut genug. Jetzt müssen wir das alles ganz schnell abhaken, die richtigen Schlüsse ziehen und die Einstellung für den Abstiegskampf finden, denn der wird knüppelhart.“

Einer der Gegner in der Verzahnungsrunde wird auch wieder der TEV Miesbach sein, weshalb die Partie schon einmal ein wichtiger Test für die Islanders war, die mit zwei schnellen Toren innerhalb von 58 Sekunden durch Philipp Gejerhos in Überzahl und Tim Brunnhuber bis zur achten Minute eine 2:1-Führung heraus schossen. Bei beiden Toren war der wiedergenesene Jeff Smith unter den Assistenten, das 2:1 bereitete Troy Bigam vor. Der 42-Jährige gab überraschend sein Comeback für die Islanders, er befindet sich derzeit in Deutschland und hilft den Lindauern aus, solange Personalnot besteht. Dies war durch den Ausfall von Florian Lüsch der Fall.

Die Rückkehr von Bigam tat den Lindauern insbesondere in Überzahl gut. Der Stürmer traf sogar einmal selbst im Powerplay, erzielte in der 49. Minute das 5:1. Dazwischen waren Andreas Farny (22.) und Simon Klingler in Unterzahl (33.) erfolgreich. Insbesondere im zweiten Drittel dominierten die Gäste vor 340 Zuschauern, darunter knapp 100 aus Lindau.

Im Schlussabschnitt tat sich dann nicht mehr viel. Brunnhuber erzielte sieben Minuten vor dem Ende seinen zweiten Treffer des Abends, dem Miesbachs Ben Warda in der 58. Minute den 2:6-Endstand aus Sicht der Gastgeber entgegensetzte. Ein deutlicher Auswärtssieg der Islanders, die sich darüber nicht freuen konnten: Denn es war letztlich ein Sieg, der zu spät kam und ein Muster ohne Wert.

Ab sofort beginnt die Vorbereitung auf die Qualifikationsrunde mit den besten Eishockey-Bayernligisten. Neben Miesbach treffen die Islanders dabei auf Bayernligameister Höchstadt sowie den aktuell Viertplatzierten (aktuell Peißenberg), Tabellenfünften (Erding) und Achten (Passau) der Bayernliga. Die abschließenden Platzierungen stehen erst am Sonntagabend fest. Fakt ist aber, dass die Islanders am Freitag (20 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Tabellenfünften nach Abschluss der Bayernliga-Spielzeit in die nächste Runde starten werden.

TEV Miesbach - EV Lindau Islanders 2:6 (1:2, 0:2, 1:2)

Tore: 1:0 (01:16) Rizzo (Stiebinger, Deml); 1:1 (06:52) Gejerhos (Brunnhuber, Smith – PP1), 1:2 (07:50) Brunnhuber (Bigam, Smith), 1:3 (21:47) Farny (Mlynek, Quaile), 1:4 (21:47) Klingler (Farny, Gejerhos – SH1), 1:5 (48:01) Bigam (Fuchs, Brunnhuber – PP1); 1:6 (52:07) Brunnhuber (Smith), 2:6 (57:34) Warda (Deml).

Strafen: Miesbach 10 + 10 Disziplinar (Mechel) – Lindau 10.

Zuschauer: 340.

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