Ulm: Braig kämpft um seinen Platz in der Stammelf

Schwäbische.de

Sport Lokal

Stefan Kümmritz
Braig kämpft um seinen Platz in der Stammelf

Der Dintenhofener David Braig (r., hier mit Thomas Rathgeber) kämpft um seinen Platz in der Stammelf der Spatzen.
Der Dintenhofener David Braig (r., hier mit Thomas Rathgeber) kämpft um seinen Platz in der Stammelf der Spatzen.
 (Foto:
Archiv: Kaya
)

Ulm sz David Braig betont vor dem Spiel des Fußball-Regionalligisten SSV Ulm 1846 gegen Kickers Offenbach am Samstag, 12. August, um 14 Uhr im Donaustadion, dass es für ihn „ungewohnt“ sei, zu Spielbeginn auf der Auswechselbank Platz nehmen zu müssen. Früher war der Stürmer des SSV Ulm 1846 gesetzt. Nun hat der Verein für diese Saison mit Ardian Morina und Steffen Kienle zwei zusätzliche starke Offensivkräfte verpflichtet. Dem Konkurrenzkampf um die Plätze im Angriff ist zunächst vor allem Braig zum Opfer gefallen. Wenn der 26-Jährige aus Dintenhofen ein starker Abwehrspieler wäre, hätte er gute Chancen, in die Startformation zu kommen, haben die Spatzen doch in den ersten beiden Partien der Regionalliga Südwest satte neun Gegentore kassiert. Vorne haben sie fünf geschossen, also 2,5 im Schnitt, was für zwei Siege hätte reichen können. Hat es aber nicht, denn die beiden Gegner haben jeweils öfter getroffen.

Klar, dass Braig mit seiner momentanen Situation nicht zufrieden ist. „In der Hinrunde der vergangenen Saison habe ich mich mit Thomas Rathgeber gut ergänzt und wir haben auch Tore gemacht“, erinnert sich der SSV-Stürmer, der gegen Saarbrücken gar nicht ran durfte und in Stuttgart eingewechselt wurde. „An den vielen Gegentoren jetzt zu Saisonbeginn war nicht nur die Abwehr schuld. In der Offensive wurde zu wenig getan, die Kompaktheit im Mittelfeld fehlte und hinten wurden Fehler gemacht. Ich hoffe, dass wir Offenbach schlagen, dann die Wende kommt und wir vielleicht einen Lauf bekommen. Ich brenne jedenfalls und werde um meinen Platz in der Mannschaft kämpfen.“

Zuletzt standen sich die Spatzen und die Offenbacher am 29. April dieses Jahres gegenüber. Die Ulmer gewannen zu Hause vor 2500 Zuschauern mit 2:1. Ähnlich gut sollte auch morgen der Besuch sein. Aus Offenbach dürfte schon eine ordentliche Fanschar kommen. Bleibt zu hoffen, dass diese wie auch die Ulmer Anhängerschaft friedlich bleibt. Mögen tun sich die beiden Lager seit jeher überhaupt nicht.

SSV-Trainer Stephan Baierl wird sein Team gegenüber dem 4:5 beim VfB Stuttgart II sicher wieder etwas umstellen. Tim Göhlert kehrt in die Abwehr zurück, nachdem er seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat. Alper Bagceci, Florian Krebs und Vinko Sapina fehlen weiterhin und Letzterer wohl noch eine längere Zeit. Johannes Reichert hat eine leichte Oberschenkelzerrung und Steffen Kienle eine Bänderverletzung. Beider Einsatz ist morgen nicht sicher. Wahrscheinlicher ist, dass David Braig von Beginn an aufläuft. Baierl zu diesem Thema: „David war im Pokalspiel in Buch sehr engagiert und hat sich im Training verbessert. Er will natürlich gegen seinen früheren Sturmpartner Florian Treske gerne spielen.“

Die Offenbacher schätzt Baierl recht hoch ein. Die haben sich seiner Meinung nach viel vorgenommen. Der Ulmer Trainer weiß: „Die Kickers spielen sehr intensiv, mit viel Leidenschaft. Wir müssen beißen. Unser Fokus wird auf der Defensive liegen, aber wir werden auch weiter mutig nach vorne spielen.“

Ihr Kommentar zum Thema