Ein Fehler zu viel

Schwäbische.de

Sport Überregional

sz
Ein Fehler zu viel

Kampf um den Puck.
Kampf um den Puck.
 (Foto:
dpa
)

Ravensburg sz So ein Treffen der Besten bezieht seinen Reiz auch aus der Tatsache, dass selbst die Besten fehlbar sind. Das schafft Nähe, auch zu uns allzu oft Dilettierenden. Deshalb von dieser Stelle Grüße in wissender Verbundenheit an zwei Protagonisten der 81. Eishockey-Weltmeisterschaft, die keine mehr sein dürfen, sein können. Wegen dieses einen, entscheidenden Fauxpas' zu viel.

Gruß Nummer eins gilt Alexander Egger. Nicht erst seit gestern verteidigt der Bozener für Italiens Farben, mit 37 hat er so einiges erlebt. Premiere aber war jetzt dieser Strauchler: 0:1 steht es gegen Dänemark, es läuft die vorletzte Minute. Bei einer Niederlage steigt Italien ab, weshalb das Tor verwaist ist, ein sechster Feldspieler auf dem Eis. Da stolpert Alexander Egger im Rückwärtsgang; die Scheibe, vermeintlich sicher an der Kelle, kullert über die Linie. 0:2, vorbei!

Treffer, die euphorischer bejubelt wurden, hatte Alexander Eggers kanadischer Berufskollege Tyson Barrie bei dieser WM geschossen: zwei nämlich, samt fünf Assists. Damit lag der offensive Defensivo der Colorado Avalanche in der Scorerwertung der Abwehrkräfte ganz vorne bis ... ja: bis eine Spaß-Wrestling-Einlage ihm eine "Unterkörperverletzung" beschert hatte. Spaß-Gegner war ein Mitspieler (den Namen behielt die kanadische Delegation für sich), stattgefunden hatte das Ganze im Hotelzimmer. Ernst-Platzwunde am Bein, vorbei! Deshalb: Gruß Nummer zwei.

Was uns das lehrt? Gelassenheit! Alexander Egger hat bei zehn Weltmeisterschaften sechsmal stolperfrei ins richtige Tor getroffen, Tyson Barrie in seiner Vereinskarriere noch jeden Faustkampf heil überstanden. Und jetzt: Shit happens.

Wir werden dran denken, wenn uns beim nächsten Text wieder mal der Fuckdrehlerfeutel zur Weißglut treibt.

MEDIATHEK

ONLINE-PREMIUM
Ihr Kommentar zum Thema