Bayern stimmt sich auf BBL-Playoffs ein - 67:59 gegen Brose

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Bayern stimmt sich auf BBL-Playoffs ein - 67:59 gegen Brose
Topspiel
Die Brose Bamberg kassierten beim FC Bayern München die zweite Liga-Niederlage der Saison. 
 (Foto:
Andreas Gebert
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München dpa Der FC Bayern schöpft Mut im Bundesliga-Titelkampf, für Brose Bamberg heißt es „Jetzt erst recht“ - und die Rekordbrecher von ratiopharm Ulm freuen sich über die Vorentscheidung in der Bundesliga-Hauptrunde.

Nach einem umkämpften und teils unansehnlichen 67:59 im Spitzenspiel geht der Fokus beim unterlegenen Titelverteidiger Bamberg und den Herausforderern aus München langsam Richtung Playoffs. „Für uns war das mental superwichtig“, sagte Bayerns Basketball-Nationalspieler Maxi Kleber erleichtert. Gegenspieler Nikos Zisis will - und muss - die erste Niederlage gegen Bayern nach sechs Siegen abhaken. „Es ist eine lange Saison, und alles wird in den Playoffs entschieden.“

Dass den Franken dort entscheidende K.o.-Spiele in der Fremde drohen, das tat der griechische Routinier ab. „Wenn wir gesund bleiben, können wir die Meisterschaft auch ohne Heimvorteil gewinnen“, betonte Zisis bei telekombasketball.de nach dem Dämpfer am Sonntagabend in München und unterstrich das Selbstverständnis in Bamberg, das sich Brose durch zuletzt zwei souveräne Liga-Titel zugelegt hat.

Allerdings hatte das Team von Coach Andrea Trinchieri in jenen Jahren nicht so extrem viele Partien zu bestreiten wie momentan. Allein in dieser Woche stehen in der Euroleague die Matches gegen Vitoria am Dienstag (20.00 Uhr) und das Auswärtsspiel am Donnerstag in Mailand (20.45 Uhr) an. Am Sonntag (20.15 Uhr) folgt dann das zweite Topspiel der Bundesliga gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Ulm.

Die seit 26 Spielen unbesiegten Ulmer waren neben Bayern die Gewinner des Spieltags, weil sie sich nun eine knappe Niederlage gegen Bamberg und eine Woche später noch eine weitere gegen Bayern leisten können, um dennoch mit Vorrundenplatz eins planen zu können. Bamberg hat nun zwei Niederlagen auf dem Konto.

Den Bayern war die Tabelle nach dem umjubelten Heimsieg über die Franken vor 6700 Zuschauern egal. „Wir versuchen, nicht rumzurechnen, sondern geben einfach unser Bestes“, sagte Kleber und betonte euphorisiert: „Wir wollen natürlich um den Titel kämpfen.“ Nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Brose und dem Aus im Eurocup ist die Meisterschaft das letzte verbliebene Ziel in München. „Das war heute ein wichtiger Abend für uns und den ganzen Club“, sagte Trainer Sasa Djordjevic.

Der Coach sah zwar etliche schwache Phasen seines Teams mit unnötigen Ballverlusten und vielen holprigen Offensivaktionen. Optimistisch stimmt den Meister von 2014 aber, dass Bambergs Offensive in Schach gehalten wurde. „Wir wollten mit hoher Intensität auftreten und nicht den Glauben an uns verlieren, das ist uns gelungen“, sagte der Serbe.

„Die Anspannung war bei jedem sehr hoch“, berichtete Kleber noch zur Stimmung im Team vor dem Spitzenspiel. Danach ließen sich die Bayern um Topscorer Nick Johnson (12 Punkte) erleichtert von den Zuschauern feiern, ehe Coach Djordjevic mahnte: „Das war jetzt aber nur ein gutes Spiel, und wir blicken nach vorne.“ Vorne, da sind schon die Playoffs und vermutlich weitere Matches gegen Bamberg zu erkennen.

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