Sigmaringen: Zweieinhalb Millionen Liter brauchen drei Tage

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Zweieinhalb Millionen Liter brauchen drei Tage

Frederic Büchle (rechts) und Florian Kubenz lassen das Badewasser ein.
Frederic Büchle (rechts) und Florian Kubenz lassen das Badewasser ein.
 (Foto:
Corinna Wolber
)

Sigmaringen sz Vier Männer haben eine Woche lang Zehntausende Kacheln geschrubbt, nun strömen in den nächsten Tagen knapp zweieinhalb Millionen Liter Wasser ins Becken des Sigmaringer Freibads: Am Freitag hat Florian Kubenz gegen 17 Uhr den Hahn aufgedreht. Nun heißt es warten, sagt der Meister für Bäderbetriebe. Bis die 2400 Kubikmeter Wasser das Becken bis zur Kante füllen, vergehen insgesamt drei Tage. Mit einer einfachen Reinigung war es vorab allerdings nicht getan. Zusätzlich wurden die Kacheln mit einer sogenannten Chlorbleichlauge eingeschmiert, daran ließ der beißende Geruch über dem Becken am Freitag keinen Zweifel. „Das schützt vor Algen und dient außerdem als erste Chlorung des Wassers“, sagt Kubenz.

Die riesige Wassermenge fürs Freibad stammt aus dem Hochbehälter Hohkreuz, der 2500 Kubikmeter Wasser fasst – also nur etwas mehr als das Becken. Deshalb dreht Florian Kubenz den Hahn auch nicht voll auf. „Wir dürfen 60 Kubikmeter pro Stunde ins Becken laufen lassen“, sagt er. Sorgen um die Wasserversorgung müsse sich aber niemand machen, verspricht der verantwortliche Wassermeister Antonio Madeo. „Der Hochbehälter wird selbstverständlich aufgefüllt.“ Das Wasser zum Auffüllen stammt wiederum aus dem Hochbehälter Wittberg, der 6000 Kubikmeter Wasser fasst. Madeos Aufgabe ist unter anderem, für eine ausreichende Trinkwasserversorgung bei optimaler Qualität zu sorgen, „schließlich fließt da das Lebensmittel Nummer 1 ins Freibad“. Auch in Sachen Brandschutz sei die Sicherheit gewährleistet: „Es gibt immer genug Löschwasser.“

Ist das Becken dann endlich voll, endet der Wasserbedarf aber noch nicht. Wenn in der kommenden Saison ab dem 6. Mai Tausende Menschen ins Becken steigen, hinterlassen sie auch allerhand Schmutz im Wasser. „Deswegen tauschen wir jede Woche mindestens 30 Liter pro Badegast aus“, sagt Kubenz. In Sigmaringen sei es derzeit sogar noch etwas mehr, weil die Technik ziemlich veraltet sei. Bei schlechtem Wetter kommen auf diese Weise 200 Kubikmeter und bei schönem Wetter bis zu 500 Kubikmeter Wasser wöchentlich zusammen.

In einer durchschnittlichen Freibadsaison kommen laut Florian Kubenz circa 80000 Badegäste ins Freibad. „Für dieses Jahr hoffen wir jetzt einfach mal, dass es ein schöner Sommer wird und wir die Besucherzahl von 90000 erreichen.“ Für deren Sicherheit im Wasser sind ständig Rettungsschwimmer vor Ort. „Da könnten wir aber noch Verstärkung gebrauchen“, sagt Kubenz. Wer Interesse hat, kann sich mit ihm unter der Telefonnummer 0170/8032698 in Verbindung setzen.

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@1: Für die Fernwärme ist die Laizer Firma Stehle-Köberle Biogas GbR zuständig.

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Das Wasser im Sigmaringer Freibad soll 25 Grad haben. Im Bericht steht kein Wort darüber, wie das Wasser erwärmt wird.

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