Ravensburg: Molldietetunnel bleibt an dritter Stelle

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Welche Straßenbauprojekte sind die wichtigsten?

Unpünktlich und veraltet: Der Regionalverband will sich dafür einsetzen, dass die Bodenseegürtelbahn elektrifiziert wird.
Unpünktlich und veraltet: Der Regionalverband will sich dafür einsetzen, dass die Bodenseegürtelbahn elektrifiziert wird.
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Archiv: Michael Scheyer
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Ravensburg vin Welche Straßenbauprojekte sind die wichtigsten in der Region? Darüber hat sich der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben bereits Ende 2015 verständigt und eine Prioritätenliste aufgestellt, die jetzt eins zu eins in den neuen Regionalplan übernommen werden soll.

Es handelt sich fast ausschließlich um neue Straßen in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und Bodensee, die es auch in die höchste Kategorie des Bundesverkehrswegeplans 2030 geschafft haben: den sogenannten „Vordringlichen Bedarf“. An erster Stelle steht dabei die B30 zwischen Friedrichshafen und Ravensburg, gefolgt von der B31 zwischen Meersburg und Immenstaad. An dritter Stelle kommt der Molldietetunnel in Ravensburg.

Keine realistische Chance vor 2030

Weitere Projekte sind die B311 neu zwischen Sigmaringen und Mengen sowie Engelswies und Vilsingen, die B30-Ortsdurchfahrten von Enzisreute und Gaisbeuren (beides Bad Waldsee), die B31 von Friedrichshafen-Waggershausen zur alten B30, die B31 von Überlingen nach Oberuhldingen und von Oberuhldingen nach Meersburg, die Querspange der B467 von Hirschlatt nach Tettnang, die Verlegung der B32 bei Blitzenreute und die B12-Orstdurchfahrt in Isny-Großholzleute.

Neu aufgenommen hat der Regionalverband in seine Liste die B32-Ortsumfahrungen von Staig und Boms sowie die B33-Verlegung bei Meersburg. Die letzteren zwei Maßnahmen haben es im aktuellen Bundesverkehrswegeplan allerdings nur in die Kategorie „Weiterer Bedarf“ geschafft. Realistisch betrachtet haben sie deshalb keine Chance, bis 2030 finanziert zu werden.

Eingleisigkeit ist ein Problem

Straßen, die schon gebaut werden, kommen im neuen Regionalplan-Entwurf nicht mehr vor. Das gilt auch für die Elektrifizierung der Südbahn, die Ende 2021 abgeschlossen sein soll. Besonderes Augenmerk richten die Planer aber auf die Bodenseegürtelbahn. Sie soll nach den Wünschen der Anrainer ebenfalls elektrifiziert und vierspurig ausgebaut werden.

Die Strecke zwischen Lindau und Radolfzell verläuft momentan nämlich noch auf einem Gleis, Begegnungsverkehr ist nur in den Bahnhöfen möglich. „Wir sind das letzte Zipfele von Deutschland, das wurde eben vor 150 Jahren so geplant“, erklärt Regionalverbandsdirektor Wilfried Franke das Dilemma. Durch den Ausbau könnte der Takt erhöht werden, und die Verspätung eines Zuges würde nicht mehr unweigerlich die Verspätung eines entgegenkommenden Zuges verursachen, weil dann Begegnungsverkehr auf freier Strecke möglich wäre. Um das zu erreichen, will der Regionalverband die Fläche des zweiten Gleises „planerisch sichern“, wie es heißt. Bedeutet: andere Nutzungen ausschließen. „Ansonsten beißen sich unsere Nachkommen in den Hintern, wenn wir alles zupflastern lassen.“

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"Wer den Euro nicht ehrt, ist des Amtes nicht wert."
Olav von Cassel
Ich sag nur: Prestige vor Vernunft!

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warum man nicht schon vor 30 Jahren und anschließend auf die Überland-Lösung gekommen ist, müssen sich Verwaltung und Stadträte selbst beantworten. Jedenfalls ist der Notstand schon länger als 30 Jahre relevant. mehr

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Ergänzung zu Nr. 1
Nachdem ich in meinen Unterlagen noch einmal nachgeschaut habe, musste ich feststellen, dass ein (1) Meter Tunnel nicht 10-mal, sondern 20-mal so teuer ist wie die Überlandlösung. Siehe dazu meine Petition unter dem Link
https://www.change.org/p/nein-zum-ravensburger-molldietetunnel
der sehr informativ ist. -- S.W. mehr

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Ein (1) Meter Tunnelstrasse ist zehnmal (10 x) so teuer, wie einen Überlandlösung, die durchaus möglich wäre. Schon klar, warum Ravensburgs Bürgermeister und Gemeinderat am Mülldietetunnel festhalten, denn die Überlandlösung bei Eschach beginnend und bei Grünkraut endend müsste ja wieder neu für den nächsten Bundesverkehrswegeplan beantragt werden. Warum also nur 12 Millionen Euro investieren, wenn es auch für 120 Millionen geht? -- Stefan Weinert, Ravensburg
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