Westerheim: Tempo 30 vor Schule und Albhaus realistisch

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Tempo 30 vor Schule und Albhaus realistisch

Zwischen Schule und Albhalle sind in Westerheim häufig Schulklassen unterwegs. Deshalb wünscht sich der Gemeinderat in der Schulstraße und im Steigle von der Laichinger Straße bis zum Haus für Kinder Tempo 30. Autofahrer sollen langsamer fahren.
Zwischen Schule und Albhalle sind in Westerheim häufig Schulklassen unterwegs. Deshalb wünscht sich der Gemeinderat in der Schulstraße und im Steigle von der Laichinger Straße bis zum Haus für Kinder Tempo 30. Autofahrer sollen langsamer fahren.
 (Foto:
Hansjörg Steidle
)

Westerheim sz Beim zweiten Bürgerstammtisch 2017 der Aktiven Bürger – neue demokratische Liste –  im Rössle sind zahlreiche kommunalpolitische Themen Westerheims besprochen worden. Die Räte Pius Kneer, Hermann W. Tappe, Robert Baumeister und Markus Kässer informierten zur Kommunalpolitik der Gemeinde und standen Rede und Antwort.

Ausführlich behandelt wurde laut Pressemitteilung der Antrag der Aktiven Bürger im Rahmen der Haushaltsberatungen, die zulässige Geschwindigkeit im Bereich von Schule, Albhalle und Haus für Kinder auf Tempo 30 zu reduzieren. Der Gemeinderat hat dem daraufhin von der Verwaltung ausgearbeiteten Beschlussantrag geschlossen zugestimmt. Die Entscheidung über die Einführung obliegt der unteren Verkehrsbehörde, dem Gemeindeverwaltungsverband, dem das Anliegen vorgetragen wurde. Deshalb finde derzeit eine Verkehrsmessung im Bereich Steigle statt, ließen die Aktiven Bürger wissen.

Aus dem Kreis der Gäste kam die Anregung, Tempo 30 an den Bushaltestellen anzudenken. Zudem waren sich alle Anwesenden einig, dass Tempo 30 sinnvoll sei. Mögliche Folge könnte sein, dass der Beurer Weg zur Ausweichstrecke werde.

Bauplatzvergabe im Wohngebiet

Was die Bauplatzvergabe im Wohnbaugebiet Zimmerhaldenweg und auch Hinter Sellen betrifft, so waren die Vergaberichtlinien bisher eher restriktiv, meinten die vier Gemeinderäte. Hintergrund sei hier auch der Grundgedanke „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“, um die Baulücken im Ort zu schließen. In jüngster Zeit habe es viele Anfragen nach Bauplätzen gegeben, auch von auswärts als Alterswohnsitz.

Thematisiert wurde ferner die generelle Behandlung von Tagesordnungspunkten in öffentlicher beziehungsweise nichtöffentlicher Sitzung. Die Räte verwiesen auf die Gemeindeordnung, nach der Sitzungen des Gemeinderats öffentlich sind. Nichtöffentlich dürfe nur verhandelt werden, wenn es das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen einzelner erfordere. Als konkretes Beispiel nannten die Aktiven Bürger den „Hallenbeschluss“ zur Albhalle.

Angesprochen wurde auch der Antrag der Aktiven Bürger, nach zwei Jahren 2017 wieder eine Bürgerversammlung abzuhalten, da diese nach der Gemeindeordnung einmal im Jahr stattfinden soll. Sie sei eine große Chance, in Kontakt mit dem Bürger zu kommen und auch Ideen zu sammeln. Ein möglicher Punkt wäre auch, bei der Versammlung die Gemeinde über das beauftragte Nahversorgungskonzept zu informieren, das vor gut einem halben Jahr in Auftrag gegeben wurde

Aus der Runde kam die Frage nach der bisherigen Annahme des OKV-Mobils. Bisher sei zu sagen, dass das Angebot nicht gut angenommen werde. Kurz angesprochen wurde das Radwegekonzept des Alb-Donau-Kreises. Der Westerheimer Gemeinderat legte Wert darauf, dass zumindest die Lücke zwischen dem Aussiedlerhof kurz vor Laichingen und der Stadt selbst geschlossen wird, informierten die Räte. Damit wäre das fehlende Stück des bestehenden Radwegs nach Laichingen über die Feldwege geschlossen.

EU und das Grüngutkonzept

Ausgiebig diskutiert wurden das neue Grüngutkonzept und dessen Umsetzung. Die Nutzung des bisherigen Sammelplatzes auf Dornenbuch sei aus „abfallrechtlichen Gründen“ nicht mehr zulässig. Nach EU-Recht müsse „das Saften des Grünguts zwingend hygienisiert werden, bevor es als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden darf“.

Zudem ging es um die Zukunft des ehemaligen Näher-Areals. Hier wünschen sich die Aktiven Bürger, dass im Zuge der Renovierung des Regenüberlaufbeckens (RÜB) und der Neuerrichtung des Retentionsbodenfilters in der Feldstetter Straße das Gebiet überplant werde.

Die Aktiven Bürger wünschen sich weiter eine zentrale Wasserenthärtung, wenn die Todsburgquelle wieder in Betrieb genommen wird. Die Wasserhärte des derzeit zur Verfügung gestellten Wassers sei weit niedriger und verursache weniger Schäden an Leitungen und Haushaltsgeräten, so die vier Räte.

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