Trossingen: Sechs Bands messen sich

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Silvia Müller
Sechs Bands messen sich
Die Sieger des Wettbewerbs freuen sich über ihre Platzierungen.
Die Sieger des Wettbewerbs freuen sich über ihre Platzierungen.
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Silvia Müller
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Trossingen sz Im Rahmen des Trossinger Festivals „Akkordeon grenzenlos“ wird der „1. Open Accordion Contest“ ausgetragen, der in fünf Kategorien eingeteilt ist. Am Donnerstag fand der Wettbewerb in der Kategorie 5a statt. Sechs Bands aus Deutschland, Polen und Österreich traten in der „Band Battle“ an.

In dieser Klasse messen sich Bands, die aus bis zu sechs Instrumenten bestehen können, wobei mindestens eines ein Akkordeon sein muss. In einem ersten Durchgang tragen die Musiker ein zehn- bis 15-minütiges Programm vor, mit dem sie sich für den zweiten, den Finaldurchgang, qualifizieren müssen. Im zweiten Durchgang spielen die Finalisten ein anderes Programm, das erneut zehn bis 15 Minuten dauert.

Alle sechs Bands konnten sich mit ihrem Programm in der ersten Runde für die Endausscheidung empfehlen. Im voll besetzten Kesselhaus spielten die sechs Finalisten ihr Programm der internationalen Jury und dem neugierigen Publikum vor.

„TrioS“ aus Deutschland präsentierten Klassik, das „Felix Fritschi Quartett“, ebenso aus Deutschland, begeisterte mit Jazz. „Trio Piller“ aus Österreich hatte Klassik und einen serbischen Tanz im Programm. Der Tanz mit seinen schnellen Läufen, verlangte den Musikern viel Können ab. „Farró de KA“ traten zwar für Deutschland an, stammen jedoch aus Lateinamerika. „Die fünf Musiker haben sich hier kennengelernt und sind Studienkollegen“, erklärte die Moderatorin Sarah Heidrich. Das „Aldo Duo“, aus Polen, präsentierte einen modernen, musikalischen Dialog zwischen Akkordeon und Klarinette.

Die beiden Damen, das „Duo Merk/Brand“, spielte unter anderem ein Stück von Hans-Günther Kölz, der auch in der Jury saß. Neben ihm waren mit Matthias Anton, Wolfgang Russ, Zoran Rakic, Ladislav Horak, Zbigniew Ignaczwski, Roman Bazhilin und Marie-André Joerger Juroren aus Deutschland, Frankreich, Russland, Bosnien-Herzegowina, Polen und Tschechien für die Beurteilung der Musiker zuständig.

„Das war keine einfache Aufgabe“, leitete der Leiter des Hohner Konservatoriums, Dieter Dörrenbächer, die Siegerehrung ein. „Alle Vorträge waren auf hohem musikalischem Niveau. Jede Band war für sich wunderbar“, lobte er die Vorträge. In den Punktzahlen lagen die Bands auch sehr nahe beisammen.

Die Siegerehrung wurde mit dem sechsten Platz begonnen, der ging an das Duo Merk/Brand. Fünfter wurde Farró de KA, vierter das Trio Piller. Der dritte Platz ging an TrioS und der zweite Platz wurde an das Felix Fritschi Quartett vergeben. Dem Erstplatzierten der Battle, dem Aldo Duo, gratulierte die Geschäftsführerin des Deutschen Harmonikaverbandes, Corinna Probst.

„Der Sieg in diesem Contest ist nicht nur mit einem Preisgeld verbunden, er bringt auch die Teilnahme an dem Akkordeon Nachwuchswettbewerb in Bruchsal 2018 mit sich“, eröffnete Corinna Probst den Siegern. Jeder Sieger freute sich über seine Platzierung, die am Ende des Abends mit einer After Show Party, bei der die Band „Sickness“ spielte, gefeiert wurde..

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