Ehingen: Schmiechtalschule braucht mehr Klassenräume

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Schmiechtalschule braucht mehr Klassenräume
Die Schmiechtalschule könnte 2018 modular erweitert werden.
Die Schmiechtalschule könnte 2018 modular erweitert werden.
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SZ- tg
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Ehingen meni Um 30 Prozent ist die Schülerzahl an der Schmiechtalschule, einer Schule für körperlich und geistig beeinträchtigte Schüler, in Ehingen seit dem Schuljahr 2009/10 gestiegen. Inzwischen besuchen 103 Schüler die Schule. Der Platz in Ehingen ist eng geworden und die Raumnot wird noch prekärer, wenn die Außenklasse von der Michel-Buck-Schule in Ehingen zurück in die Schmiechtalschule kommt. Für 14 Klassen gibt es aktuell nur 16 Klassenzimmer. Nun soll das Schulgebäude modular erweitert werden. Bis Juni soll geprüft werden, was ein Erweiterungsbau auf einer Wiese westlich der Schule kostet, dem hat der Ausschuss für Bildung, Gesundheit, Kultur und Soziales des Kreistages am Montag zugestimmt.

Leidenschaftlich setzte sich Schulleiter Karl Wurst-Bühler in der Sitzung des Ausschusses für die Erweiterung der Schule ein, nachdem Fachdienstleiter Johannes Müller zuvor dargelegt hatte, dass auch eine Auslagerung ganzer Klassenstufen in den BED oder ins Schulgebäude der ehemaligen Werkrealschule Kirchbierlingen tendenziell möglich wäre, dort aber umfassend umgebaut werden müsste. „Wir sind eine große Schulgemeinschaft und wenn eine Gruppe räumlich wegbricht, kommt das ganze System ins Wanken“, machte der Schulleiter angesichts dieser Möglichkeiten klar. Zudem habe das Lehrerkollegium schon jetzt mit Inklusion und Außenstellen einiges zu tun. „Wir müssen aufpassen, dass die Lehrer sich bei uns wohlfühlen.“

In der anschließenden Diskussion kristallisierte sich heraus, dass auch die Ausschussmitglieder für eine Erweiterung der Schule sind. „Hier modular zu erweitern, macht sicherlich Sinn“, sagte unter anderem Sebastian Wolf (CDU). Doch ob drei geplante Klassenzimmer ausreichen, da war sich Klara Dorner (SPD) nicht so sicher. „Kurzfristig auf jeden Fall“, entgegnete ihr Karl Wurst-Bühler. Doch mittelfristig brauche die Schule eher noch mehr Räume. „Aber zusätzliche Module sind schnell erweitert“, wandte Friedrich Nägele (CDU) ein. Zudem sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, ob nicht im Bereich des Kindergartens durch Intensivkooperationen mit Regelkindergärten weitere Räume frei werden, so Landrat Heiner Scheffold.

Was genau diese Art der Erweiterung kosten würde, will die Verwaltung nun bis Juni prüfen. Dann soll über den Bau entschieden werden. Stimmt der Kreistag zu, könnte in den Sommerferien des kommenden Jahres gebaut werden und die Räume wären ab dem Schuljahr 2018/19 verfügbar, schaute Johannes Müller voraus.

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