Tuttlingen: Reimond Hoffmann (AfD) und der Anschlag auf den BVB

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Reimond Hoffmann (AfD) und der Anschlag auf den BVB

Keine Fakten, aber markante und falsche Sprüche: AfD-Mann Reimond Hoffmann.
Keine Fakten, aber markante und falsche Sprüche: AfD-Mann Reimond Hoffmann.
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Tuttlingen cg Für Reimond Hofmann, Bundestagskandidat der AfD für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen, hat schnell festgestanden: Der Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund in der vergangenen Woche wurde von Islamisten verübt. Ohne Fakten zu haben, zielte er damit voll daneben.

Die selektive Sichtweise der AfD auf die Dinge trägt mitunter schon wundersame Blüten. So nutzte Hoffmann den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund bei Facebook zu einem Elaborat über den BVB und den linken Zeitgeist. Dazu behauptete er, dass die Dortmunder nun ins „Fadenkreuz von Islamisten“ geraten seien. Und das, obwohl sich ein Vorwurf in diese Richtung nicht erhärtete und die Polizei in alle Richtungen ermittelte. Die „Huffington Post“ titelte vor wenigen Tagen: „So widerlich schlachtet die AfD den Anschlag von Dortmund aus“. Mittendrin: Reimond Hoffmann.

Und nun kommt ein Sergej W. ins Spiel, der den Anschlag verübt haben soll, um mit Optionsscheinen, die auf einen Kursverlust der BVB-Aktie wetten, reich zu werden. Die Anzeichen dafür erhärteten sich so stark, dass die GSG9 den Mann am Freitagmorgen festnahm. Ihm wird nun versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Und Hoffmann? Der löscht seinen Facebook-Beitrag zum BVB heimlich, still und leise. Kein Wort des Bedauerns, kein Zurückrudern. Nichts. Der Faktencheck scheint bei der AfD überflüssig zu sein. Hauptsache herumkrakelen. Ganz peinlich!

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