Lindau: Regeln für Radfahrer in Schachen bleiben unverändert

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Regeln für Radfahrer in Schachen bleiben unverändert

Es bleibt bei Tempo 30 in der Schachener Straße. Eine Fahrradstraße hat der Hauptausschuss abgelehnt.
Es bleibt bei Tempo 30 in der Schachener Straße. Eine Fahrradstraße hat der Hauptausschuss abgelehnt.
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Archiv: dik
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Lindau-Schachen dik In Schachen wird es keine Fahrradstraße geben. Zudem bleibt es bei Tempo 30 auf der gesamten Strecke von der Wackerunterführung bis Alwind. Und an den Radwegen ändert sich auch nichts. Das hat der Hauptausschuss in der jüngsten Sitzung beschlossen. Neu wird nur ein Halteverbot stadteinwärts zwischen Dennenmoos und Park-Hotel.

Zum wiederholten Mal hat sich der Hauptausschuss mit den Regeln für Fahrradfahrer auf der Schachener Straße befasst. Im Herbst hatten die Räte den Beschluss über die von den Bunten beantragte Fahrradstraße verschoben, um zu hören, welche Folgen eine solche Regel für den Stadtbus hätte. Und plötzlich diskutierten die Räte unter ungewohnten Vorzeichen.

Streit um den Vorrang für Stadtbusse oder Radfahrer

Denn diejenigen, die sonst Vorfahrt für und Rücksicht auf den Stadtbus verlangen, sahen diesmal die Behinderungen durch langsam und nebeneinander fahrende Radler als weniger schlimm. Matthias Kaiser und Max Strauße (BL) sowie Xaver Fichtl (ÖDP) und Willy Böhm (CSU) zweifelten, dass eine Vorfahrt für Radfahrer dem Bus Probleme bereiten würde. Roland Freiberg (CSU), Günther Brombeiß (FB), Martin Schnell (LI), Uli Gebhard (SPD) und andere sehen den Vorrang beim Bus. Sie folgten dem Appell von Betriebsleiter René Pietsch, der berichtete, dass die Linie 4 im Sommer schon heute oft durch die 220000 Radfahrer ausgebremst werde, die den Bodensee-Radwanderweg befahren.

Mit 7:4 Stimmen hat die Mehrheit auch den von Verwaltung, Stadtbus-Verantwortlichen und Polizei vorgeschlagenen Kompromiss abgelehnt, zwischen Alwindstraße und Ortsende auf 220 Metern eine Fahrradstraße einzurichten und zum Ausgleich dafür zwischen Wackerstraße und Einmündung Gruberweg wieder Tempo 50 einzuführen. Auch wenn es vereinzelt Beschwerden von Autofahrern gebe, sei Tempo 30 auf der gesamten Strecke inzwischen akzeptiert, deshalb sollte die Mehrheit daran nichts ändern.

Stadteinwärts gibt es neuein absolutes Halteverbot

Das gelte auch für den Radweg stadtauswärts: Auch da will die Ausschuss Mehrheit nichts ändern. Es bleibt also bei der Benutzungspflicht. Und Radschutzstreifen zwischen Enzisweiler Straße und Johannesweg wird es nicht geben. Und stadteinwärts bleibt es dabei, dass Radler auf der Straße fahren dürfen. Weil Autofahrer vor allem im Sommer das Zonenhalteverbot zwischen Enzisweiler Straße und Johannesweg missachten, wird die Stadt ein absolutes Halteverbot zwischen Dennenmoos und Park-Hotel einrichten. Nur beim Hotel bleibt das Ein- und Ausladen erlaubt.

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