Aalen: Neuer Hofener Wunsch „nicht machbar“

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Neuer Hofener Wunsch „nicht machbar“

Soll sich im Hofener Staudenfeld ein Gewerbegebiet ausdehnen? Der Umweltausschuss des Gemeinderats sagt ja, der Ortschaftsrat ist dagegen.
Soll sich im Hofener Staudenfeld ein Gewerbegebiet ausdehnen? Der Umweltausschuss des Gemeinderats sagt ja, der Ortschaftsrat ist dagegen.
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Archiv: Thomas Siedler
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Aalen lem Fast 17 Hektar: Das im Flächennutzungsplan (FNP) ausgewiesene „Staudenfeld-Nord“ nördlich der Nördlinger Straße wäre das letzte und größte zusammenhängende Gewerbegebiet in Aalens Tallage. Der Hofener Ortschaftsrat hatte sich dagegen ausgesprochen, nun hat es der Umweltausschuss des Gemeinderats mit zwei Ja-Stimmen Mehrheit wieder in den FNP hereingenommen.

Auch wegen der vielen landwirtschaftlichen Flächen, die verlorengehen würden, hatte Hofens Ortsvorsteher Patriz Ilg in der Sitzung am 26. Juni erklärt, Staudenfeld-Nord komme „nicht in Frage“. Auch, weil so erhebliche Flächen für die Verkehrserschließung (An- und Abfahrt) nötig wären, dass am Ende gar nicht mehr viel eigentliche Gewerbefläche übrig bleiben würde. Zum anderen verlaufe über das Gebiet eine 110-KV- und eine 380-KV-Starkstromleitung – darunter wolle niemand bauen, der einzuhaltende Abstand von den Leitungen wäre viel zu groß. Vor allem aber wollte Ilg nicht, dass die Landschaft durch diese „grundhässlichen Gewerbegebiete“ zerstückelt werde. Lieber solle man in Waldhausen oder Ebnat entwickeln, solche Gewerbegebiete zu konzentrieren läge ja auch im Trend.

Wenn man das Staudenfeld nicht weiterverfolgen würde, erklärte Baubürgermeister Wolfgang Steidle, fiele die einzige Gewerbefläche im Tal weg. Daraufhin hatte sich Ursula Barth (CDU) gemeldet – aus Hofen sei der Vorschlag gekommen, ein Gebiet zwischen Oberalfingen und Attenhofen als zusätzliches, potenzielles Gewerbegebiet in den Plan aufzunehmen. Diesen Wunsch aus der Ortschaftsverwaltung und aus dem Ortschaftsrats wolle sie nun weitergeben. Das Gebiet liegt östlich der L 1029 zwischen den Gewannen „Bülz“ und „Letten“.

Diesen Vorschlag sieht nun Steidle „sehr kritisch“, es handle sich um einen Grünzug im Landschaftsschutzgebiet, laut Landschaftsplan sei das aus seiner Sicht „nicht machbar“. Das Grünflächen- und Umweltamt sieht das genauso und unterstützt diese Ansicht: Laut dessen Leiter Rudi Kaufmann handelt es sich hier in diesem Bereich um einen originären, ursprünglichen Albtrauf-Abschnitt, der auch die wichtige Funktion einer Grünzäsur habe. Oberbürgermeister Thilo Rentschler riet Barth, sich zu überlegen, ob dieser Vorschlag „zielführend“ sei.

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