Wangen: Im Auwiesenweg gibt es einen neuen Treffpunkt für die Jugend

Schwäbische.de

Lokales

sz
Im Auwiesenweg gibt es einen neuen Treffpunkt für die Jugend
Hier soll der Jugendtreff entstehen. Für die sozialen Angebote im Auwiesenwege stehen Kristina Gunzelmann, Marina Teichmann, Anna Bilgeri und Selina Brugger (von rechts).
Hier soll der Jugendtreff entstehen. Für die sozialen Angebote im Auwiesenwege stehen Kristina Gunzelmann, Marina Teichmann, Anna Bilgeri und Selina Brugger (von rechts).
 (Foto:
Stadt
)

Wangen sz „Auwie-schön – ein Platz für uns“ – unter diesem Motto weitet das Team Jugendarbeit sein Angebot im Auwiesenweg aus. Nachdem vor kurzem eine der alten Obdachlosenunterkünfte am Kanal angerissen worden war, wird dort am Donnerstag, 23. März, um 17.30 Uhr ein neuer Treffpunkt für Jugendliche gestartet. Die Fäden dafür haben Anna Bilgeri vom Jugendhaus und die Jugendbeauftragte der Stadt, Marina Teichmann, in der Hand.

Derzeit ist es erst ein Schild. Doch am Donnerstag wollen sich die beiden jungen Frauen mit Jugendlichen aus der Nachbarschaft treffen und sehen, was sie starten können. Gedacht ist, einen Bauwagen an dem Platz aufzustellen und diesen als Treffpunkt zu nutzen, berichtet die Stadt. Weil das Gelände groß ist, könnte dort auch gekickt oder Basketball gespielt werden. „Wir wollen sehen, worauf die Jugendlichen Lust haben, und dann mit ihnen gemeinsam entscheiden“, sagt Anna Bilgeri.

Beim ersten Mal treffen sich alle vor dem Karate-Dojo und gehen dann zu dem neuen Ort für die Jugendlichen. Bilgeri und Teichmann sind sich bewusst, dass es Zeit brauchen wird, bis sich das Angebot herumspricht. Aber sie wollen viel Geduld mitbringen. Und vielleicht, so hoffen sie, mache das Angebot den Jugendlichen auch Lust, mal ins Jugendhaus zu kommen. Der Jugendgemeinderat der Stadt finde den neuen Treffpunkt klasse und will ihn durch seine Anwesenheit beim Start unterstützen, so die Stadt.

Möglich wird der Treffpunkt, weil mit dem Abriss der alten Obdachlosenunterkunft vor Kurzem der erste Schritt Richtung Schaffung eines neuen Stadtteils am Auwiesenweg im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ gemacht wurde.

Neben diesem Angebot wollen Marina Teichmann und Kristina Gunzelmann ab 31. März immer wöchentlich im Auwiesenweg 40, wo der zugehende Sozialdienst inzwischen eine feste Bleibe gefunden hat, für Schüler ein Frühstück anbieten. Immer freitags von 6.45 bis 8.30 Uhr bieten sie frisches Obst, Müsli, Brot, Käse, Tee oder Milch, Marmelade und Honig an.

Außerdem können selbstgemachte Brotaufstriche auf dem Tisch stehen, die von den Müttern des Elterncafés hergestellt werden. Mit ihnen hat Kristina Gunzelmann das Thema gesunde Ernährung theoretisch und praktisch beleuchtet. Ein Resultat könnte sein, dass sie den Brotaufstrich zum Frühstück beisteuern.

Die Angebote sind gewachsen aus der inzwischen mehrjährigen Erfahrung, die Kristina Gunzelmann in dem Stadtteil gesammelt hat. Für die Jugendlichen soll eine Alternative zum Rumhängen geschaffen werden, für die Kinder, die oft gar nicht ans Frühstücken gewöhnt sind, ein Anstoß dazu gegeben werden. Gunzelmann und Teichmann hoffen, dass die Schüler so Lust auf einen gesunden Start in den Tag machen können. Ein Nebeneffekt könnte sein, dass sie direkt erfahren, wenn den Kindern irgendwo der Schuh drückt. Auch hier wollen sie Geduld haben.

Ihr Kommentar zum Thema