Meßkirch: Historiker Proske: „Meßkirch kann Mut und Charakter zeigen“

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Historiker Proske: „Meßkirch kann Mut und Charakter zeigen“
Diese Büste von Erzbischof Conrad Gröber (1872 bis 1948) befindet sich an der Nepomukkapelle der St. Martinskirche in Meßkirch.
Diese Büste von Erzbischof Conrad Gröber (1872 bis 1948) befindet sich an der Nepomukkapelle der St. Martinskirche in Meßkirch.
 (Foto:
Günther Brender
)

Meßkirch sz In Meßkirch ist eine Diskussion um die Rolle Erzbischofs Conrad Gröber (1872 bis 1948) während der nationalsozialistischen Herrschaft entbrannt (die SZ berichtete mehrfach). Auslöser war der Vortrag des Historikers Wolfgang Proske, der am 28. März kritisch über Gröbers Zusammenarbeit mit den Nazis referiert hatte. Proske ist Herausgeber und einer der Autoren des Buchs „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer – NS-Belastete aus Südbaden“, in dem der kritische Aufsatz über den Erzbischof erschienen ist. Proske hatte bei seinem Vortrag dazu aufgefordert, dass die Stadt Meßkirch die Dr.-Conrad-Gröber-Straße umbenennen und Gröber die Ehrenbürgerwürde entziehen solle. Am Dienstag, 2. Mai, wird sich der Meßkircher Gemeinderat mit dem Fall Gröber beschäftigen. Kritik an Proske und seinem Aufsatz kommt vor allem vom Meßkircher Historiker Armin Heim. SZ-Redakteur Sebastian Musolf hat mit Wolfgang Proske über die aktuelle Gröber-Diskussion gesprochen.

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zu 5:
Wenn die Sachargumente ausgehen bzw. fehlen, bedient man sich gerne persönlicher Diffamierungen ("ein pensionierter Lehrer, der in seiner Jugend ein paar Semester Geschichte hörte, ist jedem außer einem Lehrer wohl einleuchtend"), liegt allerdings damit voll daneben. Si tacuisses ...
Herr Dr. Proske hat, wie bereits erwähnt, beim zumindest in Fachkreisen bekannten und wertgeschätzten Historiker Professor Imanuel Geiss promoviert. Außerdem hat er auch das Diplom in Soziologie gemacht. Was ist daran ehrenrührig? Die vielzitierte Freiburger Kommission hat sich mit den Straßennamen belasteter Personen sehr sorgfältig beschäftigt und differenzierte Vorschläge gemacht. Gegen neue Erkenntnisse haben Fachhistoriker nichts, im Gegensatz zu anonymen Kritikern. Prof. Martin, der Leiter der Kommission stellte letztes Jahr gerade zum Fall Gröber fest: "Bei so strittigen Fällen sollte man sich Zeit lassen und Historiker bitten, in den Archiven genauer nachzusehen." Genau das hat Herr Dr. Proske inzwischen getan. mehr

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Zu 4: dass Proske nicht fachgerecht historisch arbeitet beweist er selbst. Dass er Soziologe und nicht Historiker ist, das schreibt er selbst. Und dass eine Gruppe Geschichts-Professoren aus Freiburg kompetenter sind als ein pensionierte Lehrer, der in seiner Jugend ein paar Semester Geschichte hörte ist jedem außer einem Lehrer wohl einleuchtend.

Ein Metzgermeister ist ein ehrbarer Fachmann. Mein Haus würde ich aber lieber von einem Maurer bauen lassen. mehr

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Herrn Dr. Proske die Befähigung zu fachgerechter historisch-wissenschaftlicher Arbeit abzusprechen, ist schon anmaßend. Immerhin hat er bei Prof. Dr. Imanuel Geiss promoviert und dadurch seine wissenschaftliche Qualifikation bewiesen. Wer die bisher geleistete Forschungsarbeit in den sechs erschienenen Bänden der Reihe "Täter Helfer Trittbrettfahrer" unvoreingenommen würdigt, sollte eine solch unsachliche, ja beleidigenden Stellungnahme lassen. Hochachtung vor den Autoren und dem Herausgeber! Das meint ein Fachhistoriker. mehr

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SPD-Gemeinderat Klaus-Peter Schmittem schätzte die Situation kürzlich sicher richtig ein: Gröber ist für viele Meßkircher eine Person, zu der keinerlei Beziehung vorhanden ist.

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Hier zeigt sich einmal mehr das Problem der Diskussion. Hier diskutieren ein ernstes Thema Fachleute mitninteressierten Laien. Auch die Schwäbische Zeitung bezeichnet Wolfang Proske als Historiker. Nichts wäre falscher. Historiker ist die Bezeichung eines Menschen, der Geschichte studiert hat. Die Historikerkomission der Uni Freiburg zum Beispiel, die ein differenziertes Bild von Gröber zeichnete bestand aus solchen Fachleuten. Herr Proske widerspricht diesen Fachleuten und macht nebenbei elementarste Fehler, die ein Historiker im ersten Semester zu vermeiden lernt. Sei ihm zugestanden, er hat halt keine einschlägige Ausbildung und keine Ahnung. Aber dieses Ncihtwissen sollte halt einen Menschen bescheidener machen. Herr Proske könntenüber das Reden, wovon er etwas versteht. Du Beurteilung von historischen Personen gehört ganz offensichtlich nicht dazu. mehr

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Am Dienstag, 2. Mai, wird sich der Meßkircher Gemeinderat mit dem Fall Gröber beschäftigen und die richtige Entscheidung treffen!

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