Friedrichshafen: Herzstillstand am Valentinstag

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Herzstillstand am Valentinstag
Laien-Reanimation durch Ehefrau rettet 25-jährigem Obstbauern aus Ailingen das Leben. (Symbolbild)

Laien-Reanimation durch Ehefrau rettet 25-jährigem Obstbauern aus Ailingen das Leben. (Symbolbild)

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dpa
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Friedrichshafen sz Am Morgen des Valentinstages wird eine junge Frau in Ailingen wach, weil ihr Mann ungewöhnliche Geräusche von sich gibt. Erst glaubt sie, dass er schlecht träumt und „weckt“ ihn entsprechend. Dabei sieht sie seine weit aufgerissenen Augen, hört wie er nach Luft schnappt und fühlt seinen Puls. Da ist nichts.

Die junge Frau alarmiert ihre Schwiegereltern, die im selben Haus wohnen, und umgehend einen Notruf absetzen, und beginnt mit der Reanimation ihres 25-jährigen Mannes, wechselt sich mit dessen Mutter ab, bis die professionellen Rettungskräfte eintreffen.

„Der junge Mann hat ein Riesenglück gehabt, weil seine Frau ihn sofort wiederbelebt hat und weil unser Notarzt etwa zehn Minuten später vor Ort war. Ohne die Laienreanimation hätte er niemals überlebt“, stellt Chefarzt Volker Wenzel, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Klinikums, der jungen und schwangeren Ehefrau und die Mutter des Mannes ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.

48 Stunden Blackout

An diesen Tag und rund 48 Stunden um den Herzstillstand herum kann sich der junge Ailinger Obstbauer nicht erinnern. Aber er ist sich ganz sicher: „Ich sehe es als großes Geschenk an, dass ich noch lebe“ und lächelt dabei seine Frau an, während er noch auf der Intensivstation des Klinikums Friedrichshafen liegt und weiß, dass er bereits am nächsten Tag einen Defibrillator implantiert bekommt.

Seiner Frau ist die Intensivstation zum Glück vertraut, hier ist ihr Arbeitsplatz und hier hat sie an mehreren Reanimationsschulungen, angeleitet von ihrem Kollegen Martin Abberger, teilgenommen.

Dass sie jemals zuhause, unter Laienbedingungen und dann noch ihren eigenen Mann, wiederbeleben muss, hätte sie nie gedacht. Denn eigentlich ist er alles andere als ein Risikopatient: jung, sportlich, Nichtraucher, Normalgewicht, als Landwirt immer an der frischen Luft und Alkohol in Maßen.

Viel zu wenig Menschen haben praktische Erfahrung in der Laienreanimation, heißt es im Klinikum. . Praktische Übungen und Tipps, aber auch Antworten auf alle Fragen rund um die ersten Wiederbelebungsmaßnahmen, gibt es deshalb an seinem Stand auf der IBO, Halle A4-706, am Mittwoch, 22. März.

Ab 14 Uhr und immer zur vollen Stunde demonstriert Martin Abberger, Fachpfleger auf der Intensivstation, an einer Puppe, wie jedermann es richtig macht.

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