Friedrichshafen: Grüne fordern Bundeshilfen für Gürtelbahn

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Grüne fordern Bundeshilfen für Gürtelbahn

Arbeiten an der Oberleitung einer Bahnstrecke: Auch am Bodensee soll künftig Strom die Eisenbahn antreiben.
Arbeiten an der Oberleitung einer Bahnstrecke: Auch am Bodensee soll künftig Strom die Eisenbahn antreiben.
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Patrick Pleul/dpa
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Friedrichshafen sz - Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen will die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn über Bundeshilfen durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) finanzieren.

Die Mitglieder der Landtagsfraktion der Grünen setzen sich laut einer Mitteilung für diese Idee ein. Das Vorgehen haben der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion der Grünen, Daniel Renkonen, und die Abgeordneten aus der Region, Martin Hahn und Dorothea Wehinger am Freitag bei einem Pressegespräch in Salem angekündigt.

Bei den Mitteln nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) handelt es sich um eine Finanzhilfe des Bundes.

Bis zu 60 Prozent der Kosten könnten gefördert werden

„Eine Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn ist aus Sicht der Landesregierung von hoher Bedeutung und daher anzustreben“, heißt es in der Mitteilung. Nachdem eine Finanzierung im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 oder des Bundesschienenwegeausbaugesetzes gescheitert sei, kommt aus Sicht der Landtagsfraktion der Grünen das GVFG als gangbarer Weg in Frage.

Der Fördersatz des Bundes beträgt – wird ein Vorhaben in das Programm aufgenommen – bis zu 60 Prozent der Kosten. Das Land trägt 20 Prozent der Kosten. Die restlichen 20 Prozent sowie die nicht zuwendungsfähigen Kosten, zum Beispiel Planungskosten, übernehmen in der Regel Vorhabenträger.

Martin Hahn rechnet mit Investitionskosten in Höhe von insgesamt rund 140 Millionen Euro. Hinzu komme der Infrastrukturausbau. In Zukunft müssen nach Auffassung der grünen Landtagsabgeordneten aus der Region auf der Strecke zwischen Friedrichshafen und Radolfzell stündlich ein Interregio-Express (IRE) und zwei Regionalbahnen (RB) verkehren.

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