Markdorf: Fraktionen diskutieren über Rathausareal

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Fraktionen diskutieren über Rathausareal

Was geschieht mit dem Rathausareal? Bürger können ihre Ideen dazu am Samstag loswerden.
Was geschieht mit dem Rathausareal? Bürger können ihre Ideen dazu am Samstag loswerden.
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Gempp
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Markdorf sz Was folgt auf das Rathausgebäude, sobald die Stadtverwaltung in das Bischofsschloss umgezogen ist? Vier Varianten hat der Gemeinderat bereits vorgestellt: Der Schwerpunkt Wohnen mit rund 40 Wohneinheiten auf dem Rathausareal, ein Lebensmittelmarkt, ein Pflegeheim oder die Ansiedlung der Verwaltung der Sparkasse Bodensee stehen zur Debatte. Am kommenden Samstag, 25. März, sind alle Bürger dazu eingeladen, eigene Ideen einzubringen. Auch die einzelnen Fraktionen im Gemeinderat wollen sich am Prozess beteiligen.

Susanne Deiters-Wälischmiller von der Umweltgruppe würde eine Variante bevorzugen, bei der die Stadt belebt wird. „Ein Lebensmittelmarkt in der Stadtmitte wäre mir persönlich schon wichtig. Durch eine Verwaltung wäre die Belebung der Innenstadt nicht gegeben. Darum habe ich Probleme mit der Ansiedlung der Sparkasse.“ Ihr sei bewusst, dass es auch innerhalb der Umweltgruppe verschiedene Meinungen dazu gebe, was auf das Rathausareal kommen soll. Sie sei gespannt auf die Bürgerinformation, sagt Deiters-Wälischmiller: „Ich bin gespannt, ob es noch weitere Informationen gibt und was die Bürger dazu sagen.“

Prozess steht am Anfang

Auch Susanne Sträßle, Fraktionssprecherin der Markdorfer CDU, hat mit ihrer Fraktion schon über das Rathausareal gesprochen: „Man muss gut überlegen, was mit diesem Filetstück von Gelände geschehen soll. Wir haben auch schon ein paar Ideen, haben diese aber noch nicht weiter diskutiert.“ Nachdem vier Varianten im Gemeinderat vorgestellt wurden, sei es nun wichtig, diese Entwürfe mit den Bürgern zu besprechen. Noch sei der Prozess aber am Anfang und es sei noch genug Zeit, Ideen zu sammeln und zu entwickeln, sagt Sträßle: „Wir sind im Moment noch sehr offen.“

Die Freien Wähler haben noch nicht beraten, welchen der Entwürfe sie bevorzugen würden, sagt der Fraktionsvorsitzende Dietmar Bitzenhofer: „Wir warten den Tag der Bürgerbeteiligung noch ab. Danach werden wir uns natürlich mal zusammensetzen und darüber sprechen.“ Er sei nun schon sehr gespannt, was die Markdorfer Bürger zu den einzelnen Varianten einbringen werden. Ob er selbst am Samstag in der Stadthalle dabei sein wird, das wisse er allerdings noch nicht.

Auch die SPD müsse noch über die Entwürfe zum Rathausareal diskutieren, sagt Fraktionsvorsitzender Uwe Achilles: „Für uns ist es zunächst wichtig, die Meinung der Bürger zu hören. Man kann das Gelände auf so vielfältige Weise nutzen. Da wäre es schade, nicht alle Ideen offen zu formulieren.“ In dieser Woche habe die Fraktion auch noch eine Sitzung, bei der das Rathausareal zur Sprache kommen werde.

Bürgerbeteiligung am 25. März

Alle interessierten Bürger können sich am kommenden Samstag, 25. März, ab 13 Uhr in einer öffentlichen Veranstaltung in der Stadthalle darüber informieren, was auf dem Rathausareal entstehen soll, sobald die Stadtverwaltung aus dem Rathaus ausgezogen ist. Was die Bürger von den drei Entwürfen der Architekten sowie dem Umzugswunsch der Sparkassenverwaltung halten, können sie in der Stadthalle auch äußern. Neben der Nachnutzung des Rathausareals wird am Samstag auch das Mobilitätskonzept der Stadt Thema sein. Ziel der veranstaltung sei, durch eine öffentliche Diskussion ein Meinungsbild zu bekommen, aus dem sich weitere Planungsprozesse ableiten lassen können, teilt die Stadt mit. Das Ende der Veranstaltung ist für 18 Uhr geplant.

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Kommentare (1)
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Sparkasse muss nicht langweilig sein , dies sind gemeine Vorurteile .
Hätte man damals ,nach dem Rathausbrand ,das Rathaus wieder so aufgebaut wie es war , würde heute wohl niemand einen Abriss zur Option stellen .
Doch :...Hätte ,hätte , Fahradkette

Die Kurzlebigkeit jedweder Neubau - Architektur und Nutzungsvereinbarung , hat mich auf eine Idee gebracht ,die ich selbst an einem EFH gern verwirklichen würde .Ich stelle zunächst einen 3- geschossigen Keller her , also echter Tiefbau aus WU-Beton, und installiere Tageslichleitsysteme . Der Kellerbau soll eine Lebensdauer von 120 Jahren haben , und auch solange wasserdicht sein . Darauf errichte ich einen Holzbau , welcher der zeitgenössischen Architektur und Raumaufteilung entspricht .Nutzungsdauer ca. 40 Jahre . Nach 40 jahren kann dann rückgebaut werden ,und, den neuen Erfordernissen entsprechend , etwas neues auf dem Betonbau errichtet werden . Ein Haus also für 3 Generationen . mehr

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