Erbach: Erbacher Flüchtlingsunterkunft: Anklage wegen Brandstiftung

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Baden-Württemberg

dpa
Feuer in Flüchtlingsheim gelegt: Anklage erhoben
Ein 24-Jähriger soll  Feuer in einer Asyl-Unterkunft gelegt haben, jetzt zündelte er noch einmal.

Ein 24-Jähriger soll  Feuer in einer Asyl-Unterkunft gelegt haben, jetzt zündelte er noch einmal.

 (Foto:
Archiv: Zwiebler
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Erbach dpa Fünf Monate nach dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Erbach bei Ulm ist gegen einen 24-Jährigen Anklage erhoben worden. Dem Mann aus dem Alb-Donau-Kreis werde versuchte schwere Brandstiftung sowie - in einem weiteren Fall - vorsätzliche Brandstiftung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Ulm am Freitag mit.

Der einschlägig vorbelastete 24-Jährige bestreite beide Vorwürfe. „Das Motiv für die Taten blieb auch hinsichtlich eines möglichen ausländerfeindlichen Hintergrunds bis zuletzt unklar“, heißt es in der Mitteilung. Der Mann soll am frühen Morgen des 17. September 2016 in betrunkenem Zustand im Erdgeschoss und Keller der Flüchtlingsunterkunft Feuer gelegt haben.

28 Menschen hätten sich zu der Zeit in dem Haus aufgehalten. Der mutmaßliche Täter sei von Tür zu Tür gegangen und habe sie zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wurde mit 2500 Euro angegeben.

Eine Woche später soll der 24-Jährige in Erbach eine mit Strohballen gefüllte Scheune in Brand gesetzt haben. Die Scheune, in der sich ein Fahrzeug befand, wurde vollständig zerstört. Der Sachschaden dort: 31 000 Euro. Der Mann sitzt seit Ende September 2016 in Untersuchungshaft.

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