Markdorf: Die Turmfalken erobern den Hexenturm

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Die Turmfalken erobern den Hexenturm

Markdorf sz Der Hexenturm hat sich zu einer kleinen Turmfalken-Kolonie entwickelt. Nachdem Franz Kieferle und Albin Ströbele vom BUND Markdorf im Frühjahr eine Nisthilfe angebracht hatten, haben in diesem Jahr zwei Paare gebrütet. In diesen Tagen werden die Jungtiere flügge.

Im bisherigen Mauerloch am Hexenturm drohten die Jungtiere schnell rauszufallen, wenn sie flügge werden. „Das ist im vergangenen Jahr passiert und daher wollten wir das optimieren“, sagt Kieferle. So haben Ströbele und er dafür gesorgt, dass die Tiere mehr Platz bekommen und nun bequem an der Ostseite des Hexenturms nisten können.

Mit Erfolg: Denn fünf Eier entdeckte der Naturschützer schließlich im Nest. Nach rund 30 Tagen Brutzeit sind fünf Tiere geschlüpft. Der BUNDler schätzt das Alter der Tiere auf rund 20 Tage. „In den vergangenen Tagen haben sie ihren Flaum verloren und werden nun flügge“, sagt Kieferle. Drei sind schon ausgeflogen, berichtet der Markdorfer nach seinem Besuch im Turm am Montag. „Es ist nicht nur erfreulich, dass die Turmfalken das Nest angenommen haben, sondern auch, dass es gleich so erfolgreich verläuft.“ Denn das sah nicht immer so aus. Zwischenzeitlich hatten auch Dohlen Interesse an dem Gelege gezeigt, wurden aber von den erwachsenen Tieren stets verjagt. Wenn der Nachwuchs nun flügge wird, behalten die Eltern sie noch weiterhin im Auge, füttern bei Bedarf zu. Sobald sie aber selber richtig fliegen können, sind sie auf sich gestellt.

Ein zweites Paar Turmfalken hat es sich an der Westseite des Gebäudes gemütlich gemacht. „Dort wurde auch gebrütet, aber wir wissen bislang nicht, wie viele Jungtiere es sind“, berichtet Kieferle. Er ist optimistisch, dass diese Koloniebildung bestehen bleibt. Denn wenn die Vogelpaare sich vertragen, dann dulden sie in der Regel auch die Nähe. Zudem blieben Turmfalken als Paar zusammen, sodass auch die nächste Generation Markdorfer Turmfalken nicht ausgeschlossen ist. Rund um den Hexenturm sind aber nicht nur Turmfalken zu beobachten. Der BUND hat auch Nisthilfen für Mauersegler angebracht, die ebenfalls rege genutzt werden. „Auch dort scheint eine stattliche Population entstanden zu sein. Es ergibt ein schönes Bild, wenn die Mauersegler um den Turm sausen“, sagt Kieferle.

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