Lindau: Die Egger-Höfe erwachen wieder zum Leben

Schwäbische.de

Lokales

Die Egger-Höfe erwachen wieder zum Leben

Lindau-Insel jule Der Wohnungsmarkt auf der Insel gerät in Bewegung: Bis Herbst 2018 sollen um das ehemalige Kaufhaus May am Marktplatz 19 Wohnungen entstehen. Die Firma Kmenta Immobilien aus Vorarlberg hat den Gebäudekomplex gekauft – und ihn nach den einstigen Eigentümern, der Lindauer Familie Egg, benannt. Während das „City Pub“ schließen und einer Wohnung weichen wird, bleibt das „Insel-Outlet“ im Gebäude. Auch die Supermarktkette „Netto“ will am Standort auf der Insel festhalten.

Wie die 19 neuen Wohnungen von außen aussehen werden, stand von Beginn an fest. Denn die Gebäude der neuen Egger-Höfe, die sich vom ehemaligen Kaufhaus May bis „auf die Mauer“ erstrecken, stehen unter Ensembleschutz. Hinter den historischen Mauern ist zurzeit allerdings schon einiges los: Im zweiten Geschoss über dem Insel-Outlet entstehen Neubauwohnungen. Dafür werden Dach, Decken und Wände abgerissen und neu errichtet. Die Wohnungen in der Grub und „auf der Mauer“ werden komplett saniert.

Die beiden Lindauer Architektenbrüder Dieter und Thomas Kubeth haben die 19 Wohnungen entworfen. Durch jede Menge neuer Gauben soll mehr Raum, unter anderem für Terrassen, entstehen. Außerdem sind zwei Dachterrassen, sowie ein großer Innenhof geplant. „Die Innenhöfe der meisten Lindauer Stadthäuser sind nicht öffentlich zugänglich und bieten somit den Bewohnern herrlich privaten Freiraum und ungeahnte Rückzugsmöglichkeiten“, sagt Architekt Thomas Kubeth in einer Broschüre von Kmenta Immobilien.

Alle Wohnungen werden barrierefrei und mit einem Lift erreichbar sein, insgesamt werden in dem Gebäudekomplex vier Aufzüge verbaut. Einzig der zweite Stock einer Maisonette-Wohnung muss zu Fuß erklommen werden.

„Die erste Dame zieht schon Ende April ein“, sagt Investor Mario Kmenta. Denn immerhin acht der 19 neuen Wohnungen, die zwischen knapp 30 und gut 150 Quadratmetern groß sind und zwischen 130000 Euro und einer Million kosten, sind schon reserviert.

Laut Kmenta beziehen aber nicht alle Eigentümer ihre Wohnungen selbst. „Manche wollen sie auch vermieten“, erzählt er. Das sei vor allem bei den kleineren Wohnungen mit einer Größe zwischen 30 und 60 Quadratmetern der Fall.

City-Pub schließt im Mai

Das City-Pub zieht laut Mario Kmenta im Mai aus, auch dort soll eine Wohnung entstehen. Das Insel-Outlet bleibt dort, wo es ist. Das bestätigt eine Mitarbeiterin auf Anfrage der LZ. Dort wird zwar nichts umgebaut, Kmenta will aber auch diese Räumlichkeiten auf den neuesten Stand bringen. „Es werden neue Heizungen, Belüftungsanlagen und Türen eingebaut“, erzählt er. Dass die Fassade einen neuen Anstrich bekäme, verstehe sich von selbst.

Auch der Nettomarkt unter dem Insel-Outlet bleibt wahrscheinlich. „Wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit den Eigentümern und wollen gerne am Standort festhalten“, sagt Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount, auf Anfrage der LZ. Mehr Informationen möchte das Unternehmen derzeit noch nicht preisgeben. „Netto will sich meines Wissens auf der Insel sogar vergrößern und dort einen City-Markt einrichten“, erzählt Mario Kmenta. Schließlich sei die Lage perfekt. „Künftig werden dort die Leute vom Inselhallen-Parkhaus in Richtung Marktplatz durchlaufen“, sagt er.

Damit im ehemaligen Kaufhaus May Wohnungen entstehen können, hatte der Stadtrat vor einem Jahr den Bebauungsplan geändert (die LZ berichtete). Denn der ursprüngliche Bebauungsplan hatte für das Haus ein Wohnen ausgeschlossen. Bis zum Herbst 2018 soll der Umbau nun abgeschlossen sein.

Im Video auf

schwaebische.de/lindau

gibt es einen Überblick über die Baustelle am Marktplatz. Außerdem erklärt Mario Kmenta dort, welche Wohnungen für Lindauer noch zu haben sind.

Ihr Kommentar zum Thema