Bad Saulgau: CDU-Generalsekretär stellt Kernpunkte der Landespolitik vor

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Eugen Kienzler
CDU-Generalsekretär stellt Kernpunkte der Landespolitik vor
Manuel Hagel (rechts), Generalsekretär der Landes-CDU, spricht im Gasthaus Dreikönig.
Manuel Hagel (rechts), Generalsekretär der Landes-CDU, spricht im Gasthaus Dreikönig.
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Eugen Kienzler
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Bad Saulgau sz Manuel Hagel, Landtagsabgeordneter und Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, hat am Mittwoch bei einem Vortrag im Gasthaus Dreikönig in Bad Saulgau um Vertrauen für die Politik geworben. Er war der Einladung des CDU-Stadtverbands zu einem Gesprächsabend gefolgt.

War es das Thema oder war es die Neugier, den neuen und jungen Generalsekretär Manuel Hagel zu erleben? Der Stadtverbandsvorsitzende Thomas Zimmerer konnte jedenfalls ein volles Haus begrüßen.

Aus der Jungen Union (JU) kommend, wo er bis 2014 Bezirksvorsitzender des Verbands Württemberg-Hohenzollern war, wurde der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Bankbetriebswirt 2009 in den Gemeinderat seiner Heimatstadt Ehingen gewählt, in dem er bis heute Fraktionsvorsitzender der CDU ist. 2016 ist er mit dem besten Ergebnis eines direkt gewählten Abgeordneten der CDU in den Landtag gewählt worden. Seit Juni 2016 ist er Generalsekretär der Südwest-Union.

In seinem Impulsvortrag zum Thema „Klarer Kompass – klarer Kurs – mit starken Werten zu neuer Kraft“ fand er klare Worte zur Ausrichtung der Politik. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – wir müssen alles tun, um diese zu erhalten“, war sein Credo. „Wir leben in einer sehr bewegten Zeit, in der einerseits der Wohlstand im Land nie größer war, andererseits die Welt aus den Fugen zu geraten scheint“, sagte der Abgeordnete. Das Gefühl der Menschen und die Fakten lägen oft auseinander.

„Keine Liebesheirat“

Zur grün-schwarzen Landesregierung sagte der CDU-Generalsekretär: „Es war keine Liebesheirat mit den Grünen, aber man hat sich zusammengerauft und auch zusammengefunden. Dabei haben wir unser Profil nicht mit dem Mantel an der Garderobe abgegeben, was manche ja befürchtet hatten.“ Als Beweis nannte er, dass 80 Prozent der haushaltsrelevanten Vorhaben und 65 Prozent der Kabinettsvorlagen im letzten halben Jahr auf das Konto der CDU gehen. Die CDU habe alle Chancen auf eine erfolgreiche Politik, wenn sie mit dem vernünftigen Blick auf die Dinge, Maß und Mitte halte und sich wieder auf ihre Grundwerte besinne.

„Wir müssen uns von der Akademisierung lösen“, sagte Hagel zum Bereich der Bildungspolitik. Diese müsse sich wieder mehr an der Leistung orientieren. „Wer bereit ist, sich anzustrengen und was zu leisten, muss alle Chancen bekommen.“ Weitere Schwerpunkte seines Vortrags waren innere Sicherheit, Migration und Asylpolitik. „Wer schutzwürdig ist, soll unser Gastrecht bekommen. Wir brauchen aber auch Konsequenz bei der Rückführung“, bezog er Position. Was die Familienpolitik betrifft, machte er klar, dass die Familie weiter die Keimzelle der Gesellschaft bleiben müsse, wozu auch der besondere Schutz der Ehe gehöre.

Bei der anschließenden intensiven Diskussion mit dem jungen Hoffnungsträger der Landes-CDU standen die aktuellen Entwicklungen in der Türkei, die Frage der doppelten Staatsbürgerschaft, die Schulpolitik, die Berufsbildungspolitik, der Umgang mit den Protestwählern, die innere Sicherheit, soziale Netzwerke und die Rahmenbedingungen für die Industrie 4.0 im Mittelpunkt. „Wir leben im besten Deutschland, das es je gab. Deshalb gilt es die kluge Balance zwischen Verändern und Bewahren zu halten“, war die den Abend abschließende Botschaft des Generalsekretärs.

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Hat der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Burger aus Hohentengen nicht am Gesprächsabend teilgenommen? Eine Einladung des CDU-Stadtverbandes Bad Saulgau hat er hoffentlich erhalten.

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