Laichingen: Ärger wegen verlegter Bushaltestellen?

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Tiffany Rube, isi
Ärger wegen verlegter Bushaltestellen?

Weil Kanäle und Leitungen in der Gartenstraße erneuert werden, können die Bushaltestellen (im Hintergrund) nicht mehr von den Bussen angefahren werden. Voraussichtlich bis August befinden sich die Ersatz-Haltepunkte in der Wilhelmstraße.
Weil Kanäle und Leitungen in der Gartenstraße erneuert werden, können die Bushaltestellen (im Hintergrund) nicht mehr von den Bussen angefahren werden. Voraussichtlich bis August befinden sich die Ersatz-Haltepunkte in der Wilhelmstraße.
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Tiffany Rube
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Laichingen sz Die Bushaltestellen in der Gartenstraße Laichingen sind schon seit Anfang dieser Woche wegen einer Baustelle gesperrt. Denn die Stadt Laichingen lässt die Straße erneuern. Die Ersatz-Bushaltestellen in der Wilhelmstraße verärgern aber einige Bürger.

Als „Flop“ bezeichneten einige Passagiere die provisorischen Bushaltestellen, weil der Weg dort hin für sie zu weit wäre. Sie befürchten außerdem, dass mit Beginn des Unterrichts nach den Osterferien am Montag ein Chaos ausbrechen könnte. Denn nach der sechsten Unterrichtsstunde um 12.30 Uhr haben die meisten Kinder und Jugendlichen Schulschluss und gehen lieber in die Stadtmitte, um hier in den Bus einzusteigen, der sie nachhause bringt.

Diese Sorge entkräftet dagegen Johannes Braun, Verkehrsmanager der DB Zug-Bus, die mit dem Unternehmen RAB täglich 24 Busse der vier Buslinien 30, 335, 339 und 365 in der Gartenstraße halten lässt. „Der Dreh- und Angelpunkt für den Schulbusverkehr befindet sich beim Schulzentrum“, erklärt Johannes Braun. Und dieser spiele sich dort zu 95 Prozent ab.

Ein weiterer Kritikpunkt lautete, dass die Wilhelmstraße zu eng wäre, um dort die vielen Passagiere ein- und aussteigen zu lassen. Dennoch blieb der Stadtverwaltung keine andere Wahl, betont Laichingens Hauptamtsleiter Stefan Binder. Denn die Gartenstraße muss saniert werden, ein neuer Kanal und neue Wasserrohre seien dringend erforderlich, weil diese einfach zu alt sind. Zudem verteidigt Stefan Binder den Standort der Ersatz-Haltestellen in der Wilhelmstraße: „Das ist die beste Alternative“. Um für ein reibungsloses Ein- und Aussteigen zu sorgen wandelte die Stadtverwaltung zudem kurzerhand die Wilhelmstraße zu einer Einbahnstraße um. „Das ist am sichersten für die Passagiere“, ergänzt der Hauptamtsleiter.

Eine andere Alternative wäre zwar gewesen, die Bushaltestellen in den Ulmer Weg zu verlegen, doch dies wurde nach Absprachen zwischen Stadtverwaltung und den Busunternehmen RAB und Automann, die die Buslinien anbieten, abgelehnt. „Es gehört zu unserem täglichen Geschäft, dass Bushaltestellen verlegt werden. Das kommt laufend vor“, ergänzt Johannes Braun. Zudem lobt er die Absprache mit der Gemeindeverwaltung: „Ein Kompliment an die Stadt, wir haben eine sehr gute Lösung gefunden“.

Zudem vertröstet Stefan Binder verärgerte Bus-Nutzer: Die Ersatz-Haltestellen seien nur vorrübergehend. Die Busse würden Anfang August wieder in der Gartenstraße halten und abfahren können. Die Bauarbeiten in der Gartenstraße sollen aber noch länger dauern: voraussichtlich bis Ende November.

Weitere Bilder von den Arbeiten in der Gartenstraße und den provisorischen Haltepunkten gibt es auf:

www.schwaebische.de/Bushalteersatz

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