Tettnang: Abiturienten auf dem Zenit

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Abiturienten auf dem Zenit

Das Montfort-Gymnasium entlässt den Abiturjahrgang 2017, getreu des diesjährigen Abimottos „Unschuldig, aber 12 Jahre gesessen“, in die Freiheit.
Das Montfort-Gymnasium entlässt den Abiturjahrgang 2017, getreu des diesjährigen Abimottos „Unschuldig, aber 12 Jahre gesessen“, in die Freiheit.
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Tettnang cah Am vergangenen Samstag war es soweit: Das Montfort-Gymnasium konnte den Abiturjahrgang 2017, getreu des diesjährigen Abimottos „Unschuldig, aber 12 Jahre gesessen“, in die Freiheit entlassen. Zur feierlichen Zeugnisübergabe im Kultur- und Kongresszentrum Weingarten kamen neben 101 stolzen und erleichterten Abiturienten auch zahlreiche Eltern und Lehrer. Schulleiter Thomas Straub lobte in seiner Rede neben dem guten Gesamtschnitt von 2,23 auch das soziale Engagement der Stufe, mit dem sie sich in die Gestaltung der Schulgemeinschaft eingebracht hatten. Straub hielt seine Schüler aber auch dazu an, sich nach dem erfolgreichen Abitur nicht zu sehr auszuruhen. „Euer Abitur soll ein Sprungbrett für euch sein, kein Sofa.“ Der Schulabschluss bilde eine gute Basis, wohin einen der Sprung führe, liege in der eigenen Verantwortung.

Gleich zu Beginn wurde das Stipendium der Roland-Mehringer-Stiftung verliehen. Über die monatliche Finanzierung seines Studiums in einem MINT-Fach, vorerst bis zum Bachelorabschluss, darf sich in diesem Jahr Simon Maier freuen. Seine Mitfinalisten Karl Hein und Daniel Immler erhalten eine einmalige finanzielle Unterstützung.

Stufensprecher Luca Dilger schwärmte in seiner Rede von der Gemeinschaft innerhalb der Stufe, die auch für den Erfolg im Abitur ausschlaggebend war. Nach dem Motto: „Jeder motivierte jeden“ wurde das Abitur als gemeinschaftlicher Erfolg gefeiert. Dass dieser gemeinsame Weg nun zu Ende geht, war ein Wehmutstropfen an einem sonst so ausgelassenen Abend. Dilger verglich die Stufe mit einem verblühten Löwenzahn. „Mit einem Windstoß beginnt der Flug in die Freiheit. Aber ich hoffe, dass der Wind uns so oft wie möglich zusammen trägt.“

Beim Gesamtschnitt von 2,23 gab es nicht nur eine große Zahl an hervorragenden Abiturzeugnissen, sondern auch jede Menge Sonderpreise, die Schulleiter Straub mit Stolz an Schüler verlieh, die durch besondere Leistungen glänzten. Sabrina Geßler, Greta Wizgall und Jonas Michel wurden als beste Abiturienten von der Stadt Tettnang und der Glemser Stiftung for Future Excellency geehrt.

Alle Abiturienten, die mindestens einen Schnitt von 1,5 erreicht haben und ein Studium in den Bereichen Informatik, Recht, Ingenieurs- oder Naturwissenschaften anstreben, erhielten das e-fellows-Stipendium. Die 11 Preisträger in diesem Jahr waren Sabrina Geßler, Greta Wizgall, Jonas Michel, Luca Dilger, Sara Biberger, Adrian Schmidt, Jonas Mair, Franziska Kramer, Moritz Dornseiff, Esther Bauer und Florian Ronge.

Die deutsche physikalische Gesellschaft zeichnete Jonas Mair, Luca Dilger, Greta Wizgall und Moritz Dornseiff für ihre besondere Leistung im Fach Physik mit einer Mitgliedschaft und einem Buchpreis aus. Esther Bauer freute sich über den Scheffel-Preis der deutschen literarischen Gesellschaft. Den Preis der deutschen Chemiker erhielt Bennet Joel. Als Anerkennung für seine herausragenden Leistungen in den Fächern Mathematik und Physik wurde Jonas Mair mit dem Ferry-Porsche-Preis ausgezeichnet. Die deutsche Mathematiker-Vereinigung ehrte zudem Greta Wizgall, Moritz Dornseiff und Jonas Mair. Für besondere Leistungen im Fach Wirtschaft vergab Südwest-Metall einen Preis an Adrian Schmidt.

Auch sprachbegabte Schüler sollten nicht zu kurz kommen. So wurde Franziska Kramer mit dem Französischpreis ausgezeichnet, Carla Beck erhielt eine Ehrung für ihr Engagement im Fach Spanisch und Madina Rief wurde für ihre besonderen Leistungen in Englisch belohnt.

Besondere Leistung in Religion

Julia Göpper wurde für ihre hervorragenden Leistungen im Fach katholische Religion mit dem Bischof-Sproll-Preis geehrt. Die evangelische Landeskirche belohnte David Solymar mit dem Paul-Schempp-Preis für sein Engagement im Fach evangelische Religion. Auf musikalischer Seite freute sich Vera Nachbaur über eine Ehrung für ihre Tätigkeit als Konzertmeisterin im Orchester. Soziales Engagement an der Schule wurde ebenfalls belohnt. So glänzte Luca Dilger durch seine Arbeit als Schülersprecher und in der SMV, Madina Rief und Sonja Kiefer bestachen durch ihr Engagement in der SMV und im Eine-Welt-Arbeitskreis. Greta Wizgall, Luca Dilger und Sabrina Geßler wurden von der Schulleitung für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen.

Für besondere Höhepunkte sorgten drei musikalische Überraschungen. Marcus Bentele hatte eigens für seine Stufe ein Lied von Rise Against zu „Hero of School“ umgeschrieben. Julia Göpper, begleitet von Jennifer Heik am Klavier, gab „Unwritten“ von Natasha Bedingfield zum Besten. Abschließend kamen noch einmal alle auf die Bühne, um zu tanzen. Der Titel des Liedes hätte wohl kaum passender sein können für diesen Abend: „We are all in this together“, zu Deutsch „Wir alle sind hier zusammen“. So verklangen acht gemeinsame Schuljahre mit den letzten Noten dieses Liedes und 101 Abiturienten machen sich auf ihre Reise in einen neuen Lebensabschnitt.

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