Kabinett: bei Gymnasialreform eng mit Fraktion abstimmen

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Kabinett: bei Gymnasialreform eng mit Fraktion abstimmen
Horst Seehofer und Ludwig Spaenle
Horst Seehofer (r) und Ludwig Spaenle (beide CSU).
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Tobias Hase/Archiv
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München dpa Im CSU-internen Streit über die Zukunft des Gymnasiums soll es bei der verabredeten engen Abstimmung zwischen Kabinett und Landtagsfraktion bleiben. Daran ändere auch der neu eingesetzte Kabinettsausschuss nichts, verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen in München. Die Einsetzung des Gremiums sei ein normaler Vorgang. Die Fraktion müsse schließlich wissen, wo nicht nur Kultusminister Ludwig Spaenle stehe, sondern das Kabinett als Ganzes. Demnach bleibt es auch dabei, dass bis Ostern endgültig über die künftige Dauer des Gymnasiums entschieden werden soll.

Was Ministerpräsident Horst Seehofer und Spaenle wollen, ist aber klar: zurück zum Abitur nach neun Jahren (G9). Es soll eine „Überholspur“ für Schüler geben, die das Abitur auch weiterhin nach acht Jahren ablegen wollen. Das Ziel G9 ist der ausdrückliche Arbeitsauftrag für den Kabinettsausschuss, wie es übereinstimmend aus Regierungs- und Fraktionskreisen hieß. Das ist auch mehrheitlicher Wille der Eltern, Lehrer, Schüler und Kommunen.

CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer hatte dagegen zuletzt ausdrücklich betont, dass die Entscheidung noch offen sei: ob es im Regelfall beim G8 bleibt und es eine einjährige Verlängerungsoption für alle Schüler gibt, die dies wollen, oder ob das G9 wieder zur Regel wird und es dann auf Wunsch eine Art „Überholspur“ gibt.

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