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Politik

Andreas Herholz und dpa
Beschattung nur an Wochentagen
Sonderermittler Bruno Jost (li.), ein früherer Bundesanwalt, wirft den Behörden Schlamperei vor. Innensenator Andreas Geisel (SPD/re.) fordert deshalb einen Untersuchungsausschuss des Bundestags.
Sonderermittler Bruno Jost (li.), ein früherer Bundesanwalt, wirft den Behörden Schlamperei vor. Innensenator Andreas Geisel (SPD/re.) fordert deshalb einen Untersuchungsausschuss des Bundestags.
 (Foto:
dpa
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Berlin sz „Unprofessionell“, „mangelhaft“, „unzureichend“, „fehlerhaft“ – so heißt es auf den 72 Seiten immer wieder. Der Abschlussbericht des früheren Bundesanwaltes Bruno Jost liefert ein klares Urteil, lässt kaum Zweifel daran, dass vor allem Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft eklatante Fehler gemacht haben und der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz womöglich verhindert hätte werden können. Aber auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg muss sich Kritik gefallen lassen. Lücken bei der Observation, fehlende Kooperation der Sicherheitsbehörden und andere haarsträubende Versäumnisse hat Jost in seiner vom Berliner Senat in Auftrag gegebenen Analyse aufgedeckt und kommt zu dem Ergebnis, dass es „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ vor dem Attentat möglich gewesen wäre, Amri in Haft zu nehmen.

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