AfD streitet nach Petry-Absage weiter über Ausrichtung

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AfD streitet nach Petry-Absage weiter über Ausrichtung
Frauke Petry
Petry will am Wochenende eine Entscheidung über den künftigen Kurs der AfD erzwingen.
 (Foto:
Oliver Killig
)

Berlin dpa Nach dem Verzicht der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry auf eine Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl streitet die Partei weiter über die von ihr angestrebte Richtungsentscheidung.

Petry hat für den Bundesparteitag am Wochenende in Köln Anträge gestellt, mit denen der rechte Flügel kaltgestellt werden soll.

Einer ihrer Gegenspieler, Sachsen-Anhalts Landesvorsitzender André Poggenburg, lehnt eine solche Entscheidung ab. „Es gibt keinen geteilten Weg in Realpolitik und Fundamentalopposition, im Gegenteil, beides bedingt einander“, sagte er im ARD-„Morgenmagazin“.

Poggenburg gilt als Vertrauter des Rechtsauslegers der Partei, des thüringischen Landeschefs Björn Höcke. Dass Petry nicht antritt, schadet seiner Ansicht nach nicht. „Ganz im Gegenteil“, sagte Poggenburg. Die AfD brauche ein Spitzenteam, das die verschiedenen Strömungen auch abbildet.

Unterstützung bekam Petry dagegen vom Berliner AfD-Landeschef Georg Pazderski. Ihrem Parteitagsantrag, dass die AfD koalitionsfähig werden müsse und nicht als Fundamentalopposition enden dürfe, werde er zustimmen, sagte Pazderski dem RBB-Inforadio. Der Berliner Verband habe das bereits vor drei Wochen so festgelegt. „Denn wir werden von den Wählern ja gewählt, weil wir was verändern wollen und sollen - in Berlin und in der bundesdeutschen Politik.“

RBB-Interview Pazderski

Führungskampf in der AfD

Auszüge aus dem Leitantrag für das Parteiprogramm:

LEITKULTUR: Die AfD wird nicht zulassen, dass Deutschland aus falsch verstandener Toleranz sein kulturelles Gesicht verliert.

KOPFTUCH: Im öffentlichen Dienst soll kein Kopftuch getragen werden, in Bildungseinrichtungen weder von Lehrerinnen noch von Schülerinnen in Anlehnung an das französische Modell.

ABTREIBUNG: Gegebenenfalls ist durch gesetzliche Korrekturen ein wirksamer Lebensschutz zu gewährleisten. Wir lehnen alle Bestrebungen ab, die Tötung Ungeborener zu einem Menschenrecht zu erklären.

BEVÖLKERUNGSPOLITIK: Das Staatsziel des Erhalts unseres Staatsvolks macht Maßnahmen zur Erhöhung der Geburtenzahl erforderlich, auch um unsere Sozialversicherungssysteme zu stabilisieren.

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Kommentare (4)
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Die CDU ist auch eine Partei der Angsthasen.Ich bin überzeugt das viele Parteifreunde und Mitglieder genauso denken wie die AfD.

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Gauland oder einst Lucke. Beide kommen aus der CDU. Gauland war dabei bis ins Innere der Hessischen Politikzentrale vorgestoßen. Die Aufgabe von Petry ist doch offenkundig nach aussen gerichtet die Schaffung einer rechtsnationalen Gruppe in der CDU, die Merkel den Rechtsruck nach ganz rechts sichern soll. Gauland hat es bei Wallmann bis ins Staatssekretariat geschafft. Gauland war schon als Parteimitglied der CDU im äussersten Rand aufgefallen, dort angeblich unter dem konservativen Kreis der CDU. Ich sehe die CDU - als ehemaliges CDU-Mitglied - vom Grundgesetz und der Demokratie weiter entfernt wie es je eine Regierung nach 1945 war. Die Bevormundung in der EU zeigt mir auch, dass die CDU den Weg von Bonnet (Vordenker der Montan-Union), de Gaulle und Adenauer spätestens mit dem Übergang nach Berlin unter Merkel verlassen hat. Herrschen durch Muskelspiele mit den "Partnern" ist der Weg der linken Faschisten und nicht der Weg der Partei von Adenauer - bis Merkel uns erstmals ihren Stempel von ihrem Staatsbewusstsein überstülpte. mehr

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Die CDU hat es auch nicht mit rechtsradikalen Positionen zu tun.

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die CDU macht das weniger spektakulär, indem sich innerhalb der Partei ein konservativer Verein gründete.

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