Erfolgreiche Sondierungen für Große Koalition - ein Kommentar

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„Die Botschaft der Wähler wurde verstanden“
Das Wichtigste im Blick
Das Wichtigste im Blick
 (Foto:
Roland Rasemann
)

Kommentar sz Es gibt sie noch, die guten Überraschungen. Die Sondierer haben sich 24 Stunden lang gequält, die Kanzlerin hat länger verhandelt als über das Minsker Friedensabkommen, und das Ergebnis ist überzeugend. Die größten Chancen einer neuen großen Koalition werden beherzt genutzt: Mehr Gerechtigkeit, mehr Investitionen und Schnelligkeit bei der Gestaltung der Zukunft und der Sicherheit, vor allem aber ein neuer Anlauf für Europa.

Auch die letzte große Koalition hat Deutschland nicht schlecht regiert. Doch die Parteien haben Federn gelassen, sie hatten sich untereinander keine Erfolge zugestanden und kamen gemeinsam nicht als geschlossene und gute Regierung rüber, vor allem nicht als eine Regierung mit klaren Zielen.

Versprechen für Familien enthalten

Das könnte sich jetzt ändern. Die Botschaft der Wähler wurde verstanden. Das Sondierungspapier enthält Versprechen für Familien und für eine sicherere Rente, für den Wohnungsbau, mehr Arbeitsplätze und eine gute Pflege. Es stellt leichte Entlastungen beim Soli in Aussicht, auch wenn man sich mehr hätte vorstellen können. Vor allem aber sieht es Investitionen für den Ausbau der digitalen Entwicklung vor, sowohl in der Infrastruktur als auch in den Schulen. Wenn das Kooperationsverbot quasi fällt, wird es den Ländern etwas Macht nehmen, aber Schüler stärken.

Das wichtigste aber ist der neue Aufbruch für Europa. Denn das Zeitfenster ist vielleicht nur klein. Mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, mit einem leidenschaftlichen Europäer wie Martin Schulz und einer weniger leidenschaftlichen, aber überzeugten Europäerin Angela Merkel hat die deutsch-französische Lokomotive wieder die Chance, Fahrt aufzunehmen.

Um gemeinsam jenen Wohlstand und Frieden, den Europa sichert, zu erhalten. Viele merken es nicht, wie sehr Deutschland von Europa profitiert. Aber sie würden, so wie jetzt die Briten, schnell feststellen, wenn es nicht mehr so wäre. Ob der Spitzensteuersatz hochgesetzt wird oder der Soli zu langsam abgebaut wird, das sind gegen Europas Zusammenhalt und Stärke vernachlässigbare Größen.

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Ihr Kommentar zum Thema
Kommentare (22)
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800€ Rente entsprechen ca. 25 Rentenpunkte.
Das passt bei 45 Arbeitsjahren nicht zusammen. Und ist nur möglich wenn der Verdienst an der Rentenkasse (zeitweise) vorbei ging.

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21
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Ich arbeite draußen , und gehe dabei viel zu Fuß . Neulich unterhielt ich mich mit einer Rentnerin, die gerade den Südfinder für ein paar EUR Lohn verteilte . Sie sagte wortwörtlich : "Ich bekomme 800 EUR Rente für 45 Jahre Arbeit , und muss 500 EUR Miete zahlen . Ich trage deshalb die Zeitung aus , denn die da oben würden einen wohl verhungern lassen ! " .

So sieht es also aus , das zukünftige Land wo wir gut und gerne leben !
Soviel Südfinderverteiljobs wird es gar nicht geben in Zukunft , wie es bitterarme Rentner geben wird !

Hinterher dachte ich : Wieso muss ICH mir dies eigentlich anhören , der ich auch Kleinverdiner bin ? Ist dies nicht der Job von Angela und Ihrer schwachmatenregierung ? Die bekommen doch viel Geld dafür !
Die Mieten sind einfach viel zu hoch , meisst ca 30 % . Schuld daran ist Fr. Merkels Regierung des vagen , des eventuellen ....Ja , es könnte sein , dass die Mieten in manchen Gegenden etwas hoch sind , wir werden dies umfassend prüfen ....

Wo soll denn dies alles noch hinführen ? Die immer älter werdende arbeitende Gesellschaft in Deutschland wird durch den DAX und DOW JONES im Euphorie-Delirium immer mehr ausgepresst ,VONOVIA : Strong Buy , und die Politik bleibt beständig im vagen . #### . Vier Rauten .

Der Kapitalsimus aus den USA ist nicht mehr dein Freund , mehr

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20
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@ 15
"Nein, Schuld daran sind 12,6% der Wähler, die nicht genug Schmalz im Hirn haben."

Jetzt haben Sie es den "hirnschmalzlosen" Wählern aber gezeigt. Die werden jetzt verschämt in sich gehen und künftig das von Ihnen erkannte "dumme" Wählerverhalten revidieren. Dank Ihrer Aufklärung wissen sie jetzt, dass sie "dumm" sind und können kluge Wahlberater fragen, was sie wählen sollen.

Soviel ist sicher: Protestwähler erreicht man weder mit Beschimpfung noch mit
Ausgrenzung.

Tipp: Googeln nach Wählerwanderung zur AfD mehr

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19
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Man stellt immer wieder fest das manche nur die "heile Welt"-Meldungen der SZ lesen.Liegt es daran das andere nur "Fake News"bringen?

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@16
Sie sind nicht das Opfer!
Der Kommentar von 15 trifft es leider voll, es fehlt bei den 12,6% woanders - nämlich zwischen den Ohren.

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17
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Es werden künftig noch viel mehr als 12,6% die AfD wählen.

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16
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Zu 15
Ihr Zitat :"Schuld daran sind 12,6% der Wähler, die nicht genug Schmalz im Hirn haben"
Wir dürfen nicht mehr Mohrenkopf oder Zigeunerschnitzel sagen.Sie aber dürfen öffentlich AfD-Wähler diskriminieren.Lesen sie einmal solche Berichte dann verstehen sie vielleicht warum diese Partei 12,6% bekam.
https://www.focus.de/panorama/welt/cottbus-jugendliche-attackieren-ehepaar-mit-messer_id_8297239.html mehr

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15
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Nein, Schuld daran sind 12,6% der Wähler, die nicht genug Schmalz im Hirn haben.

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Zu 13
Schuld daran sind ganz allein Frau Merkel und ihre Willkommensänger.

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13
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Die einzige Zumutung für Deutschland sind derzeit die vielen Nazis im Bundestag.

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