Londoner Selbstdarsteller

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Politik Welt

Christoph Plate
Londoner Selbstdarsteller
Londoner Selbstdarsteller
Londoner Selbstdarsteller
 (Foto:
Roland Rasemann
)

Kommentar sz Der Gründer von Wikileaks, Julian Assange, ist in allererster Linie ein Selbstdarsteller. Demut ist nicht seine Sache, stets sieht er sich von Gegnern umstellt, die ihm und seiner Sache nur Böses wollen. Was aber seine Sache und die der selbsternannten Enthüllungsplattform Wikileaks ist, bleibt bis heute verborgen. Kritischen Datenjournalismus kann man nur betreiben, wenn man Wichtiges von Unwichtigem trennt, nicht wenn es darum geht, massenhaft Material zu publizieren, das andere brüskiert.

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Lieber Herr Plate, ohne die Plattform von Assange würden sie gar nicht wissen wie viel Böses um sie herum weltweit vom großen Hegemon und seinen Repräsentanten verbrochen wird. In Deutschland gab es mal ein Gesetz gegen Wehrkraftzersetzung. Die USA nehmen für sich nun in Anspruch aus der gleichen Denke heraus, vorerst natürlich ohne der Drohung mit der Todesstrafe, den gleichen Weg zu gehen.

Und für durch Wikileaks enttarnte Iraker selbst gibt es keine Anhaltspunkte. Da möchte ich doch gerne denken dass dies vorgeschoben ist um mit der großen Keule zuschlagen zu können.

Es ist bei der Aufdeckung von Kriegsverbrechen Steuerhinterziehung Schmiergeldaffären halt immer so dass hier Eliten auf die Füße getreten wird. Wer wenn nicht gerade die "Großkopferten" haben das Privileg, Möglichkeiten heimlich gegen anerkannte Grundsätze der Gesellschaft zu agieren. Und je mehr Einfluß gegeben ist desto selbstverständlicher wird ein Rechtsbruch. Hönes Spruch (zu Unrecht im Gefängnis!), Schweizer Bank Strafverfolgung gegen CD Verteiler, Flick "Spendenskandal", Watergate, Nuland "Fuck the EU", ohne Kohl-Spendenskandal keine Merkel-Kanzlerschaft, sie sehen ohne Whistleblower könnten Medien eigentlich ihre "wichtigsten Nachrichten" vergessen.

Und nun zuletzt in Brasilien, ein Staatschef der die Vorgängerregierung mit Hinweis auf seine überaus saubere und staatstragende Politik weg geputscht hat, und schon nach wenigen Wochen in Schmiergeldzahlungen von hunderten Millionen Dollar verstrickt ist. Werden solche "Geheimnisse nicht öffentlich sind wir alle der Willkür unserer "Großen" weltweit noch in viel größerem Ausmaß ausgeliefert.
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