Asselborn: EU muss für Libyen mehr Geld in Hand nehmen

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Asselborn: EU muss für Libyen mehr Geld in Hand nehmen
Jean Asselborn
Der Außenminister von Luxemburg, Jean Asselborn.
 (Foto:
Bernd von Jutrczenka/Archiv
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Brüssel dpa Wenn die EU in der Flüchtlingspolitik nicht ihre Werte verraten will, muss sie nach Einschätzung des luxemburgischen Außenministers Jean Asselborn deutlich mehr Geld in Hand nehmen.

Wer Migranten wie angedacht nach Libyen zurückbringen wolle, müsse „viel tiefer in die Tasche greifen“, um dort das UN-Flüchtlingshilfswerk und die Internationale Organisation für Migration zu unterstützen, sagte Asselborn am Montag bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.

Ein Zurückschicken von Menschen in die bestehenden Flüchtlingscamps sei aus seiner Sicht tabu. „Das sind zum Teil Konzentrationslager, das sind Lager, wo Menschen vergewaltigt werden, wo kein Recht gilt“, sagte er.

Asselborn bezog sich in seinen Äußerungen auf den Plan der EU, vor der libyschen Küste in Seenot geratene Migranten schon bald wieder systematisch durch libysche Küstenschützer nach Libyen zurückbringen zu lassen. Derzeit werden sie vor allem von EU-Schiffen gerettet und und nach Italien gebracht. So kommen jeden Monat im Schnitt mehr als zehntausend Migranten über das Mittelmeer nach Europa.

Als Folge eines jahrelangen Bürgerkriegs gibt es in dem nordafrikanischen Libyen derzeit keinen funktionierenden Grenzschutz. Die EU bildet deswegen seit dem vergangenem Jahr libysche Küstenschützer und Marinesoldaten aus.

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Was meint er denn für Werte? Etwa dass alle Armen der Welt nach Europa, nach Deutschland kommen dürfen? Hier, so lange noch Geld dafür da ist, Sozialhilfe in Deutschland, Europa beziehen dürfen. Wer so denkt darf und muß jedem Armen der Welt die Sozialhilfesätze aus Deutschland, Europa direkt in die Heimatländer auf die Konten der Armen dort überweisen. Dann spart man sich wenigstens die Kosten für den Wohnungsbau bei uns. Wohnungen für letztendlich Millionen Zuwanderer in Deutschland und Europa.

Die Zustände in die Armutszuwanderer in Libyen und sonstwo hineingeraten sind doch wohl allen aus dem Internet bekannt. Die sind doch nicht blöde. Diese Menschen kennen sogar die Sozialhilfesätze der Länder in Europa aus dem EffEff!
Ein paar Wochen Sklave und dann Sozialhilfe in der EU scheint Anreiz genug trotzdem zu reisen.

Übrigens sind Arbeiter aus aller Welt (Indien,Pakistan usw.) in den Ölstaaten in Nordafrika, wenn sie bei den Scheichs arbeiten, immer Sklaven. Wenn es um die Baustellen zB. zu den WM Stadien geht will niemand Arbeiter erkennen die unter Bedingungen arbeiten wie die Sklaven. Diese Bauarbeiter, Haushaltshilfen und Co sind per Einreise Sklaven ihrer Arbeitgeber dort. Nur sagt es hier in Deutschland offiziell keiner. Das schadet nur den Rüstungs und anderen Geschäften mit den Scheichs. mehr

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