Nicht überzeugend: „Abscence“ von Zoot Woman

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Jochen Schlosser
Nicht überzeugend: „Abscence“ von Zoot Woman
„Abscence“ von Zoot Woman ist jetzt erschienen.
„Abscence“ von Zoot Woman ist jetzt erschienen.
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Ravensburg sz Das Cover ist ein blaues Nichts, auf dem ebenso plakativ wie einfallslos „Front Cover“ steht. Die Musik ist ein blubberndes Electro-Disco-Softrock-Gemisch, das nicht weiß, ob es für den entspannten Hausgebrauch oder die Tanzflächen der Clubs abgemischt wurde. Die Platte fabriziert hat die Band Zoot Woman, und dass sie ausgerechnet „Absence“ (Snowhite/Rough Trade), also Abwesenheit, be-nannt wurde, passt hervorragend. Es fehlt nämlich das meiste, was die Werke von Adam und Johnny Blake sowie Stuart Price bislang ausgemacht hat: Dem charmanten Retro-Klang der Achtziger wurden immer wieder neue Aspekte abgewonnen. Diesmal bleibt die Überraschung aus. Und Price? War da nicht was? Exakt, Zoot Woman ist die Heimatband des Starproduzenten Stuart Price. Price hat für Madonna gearbeitet, für die Pet Shop Boys, Take That und Robbie Williams. Doch offenbar steckt der Tausendsassa seine kreative Energie dieser Tage weniger in die Arbeit mit den Blake-Brüdern. Sogar der potenzielle Hit, das von Kylie Minogue gesungene „Still Feels Like The First Time“ macht dem Songtitel keine Ehre: Es klingt, als hätte man das Liedchen schon locker 100-mal gehört. Schade drum. Die bisherigen Alben, vor allem das Debüt „Living in AMagazine“, waren toll. Vielleicht erholt sich das Trio ja wieder.

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